Jährliche zweistellige Millionensumme

Minister über Polizeikosten: DFL soll in Fonds einzahlen

Polizei am Weserstadion
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Die Polizei-Präsenz ist rund ums Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV immer besonders hoch.

Mainz - Bremen und Rheinland-Pfalz wollen die Deutsche Fußball Liga (DFL) über einen Fonds an den Kosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen beteiligen.

Der Rechtsstreit mit der DFL müsse beigelegt werden, sie solle jährlich eine zweistellige Millionensumme in den einzurichtenden Fonds zahlen, sagte der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) am Montag in Mainz.

Daraus solle künftig ein Teil der Mehrkosten bezahlt werden, die der Polizei bei Hochrisikospielen entstünden. Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) unterstützt den Vorschlag. Beide wollen das Thema bei der Innenministerkonferenz im Juni vorbringen, rechnen dort derzeit aber nicht mit einer Mehrheit für ihr Vorhaben.

Fall liegt beim Bundesverwaltungsgericht

So lehnt Nordrhein-Westfalen eine Beteiligung der DFL an den Polizeikosten ab. „Wenn wir anfangen, Rechnungen zu schreiben, fällt auch die Abgrenzung zu anderen kommerziellen Großveranstaltungen schwer“, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) der in Essen erscheinenden „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (Montagsausgabe).

Der Streit um die Kosten für Polizeieinsätze bei Fußballspielen schwelt seit Jahren. Bremen hatte der DFL nach einer Bundesliga-Partie zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV 2015 eine Gebührenrechnung über 425.000 Euro gestellt, dagegen wehrte die DFL sich. Das Bremer Oberverwaltungsgericht gab der Hansestadt weitgehend Recht, nun liegt der Fall beim Bundesverwaltungsgericht, das allerdings nicht vor Frühjahr 2019 entscheiden dürfte.

(dpa)

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