Werder kämpft sich zu einem 0:0 gegen Frankfurt

Miniatur-Wiedergutmachung

EINE Nullnummer geprägt von rassigen Zweikämpfen: Hier bremst Werders Torsten Frings (rechts) den Frankfurter Caio aus.

BREMEN. Werder kraxelt aus dem tiefen Loch: Mit wenig spielerischem Glanz, aber viel Einsatz und Leidenschaft haben die Bremer gestern gegen Eintracht Frankfurt ein 0:0 erkämpft, damit eine einigermaßen befriedigende Antwort auf die 0:6-Klatsche in Stuttgart gegeben und einen ersten Mini-Schritt aus der Krise getan.

Für Kapitän Torsten Frings war es sogar ein gefühlter Sieg der Moral: „Man hat gesehen, dass die Mannschaft wollte. Nach den ganzen Niederlagen zuletzt konnte man nicht erwarten, dass wir hier heute glänzen, doch wir alle haben bis zum Umfallen gekämpft.“

Unentschieden: Werder Bremen trennt sich 0:0 von Eintracht Frankfurt

Unentschieden: Werder Bremen - Eintracht Frankfurt 0:0

Vor 35 300 Zuschauern im ausverkauften Bremer Weserstadion machten die Hausherren von Beginn an viel Druck und spielten sich auch mehrere Chancen heraus. Doch zum einen reagierte Sandro Wagner, der für den kranken Hugo Almeida in die Startelf gerückt war, nicht schnell genug, um eine Ablage von Marko Marin zu verwerten (4.), zum anderen scheiterte Marin mit einem Schuss von der Strafraumgrenze an Frankfurts Keeper Oka Nikolov (8.). Nur 60 Sekunden später hatten die meisten Fans den Torschrei schon auf den Lippen, doch ein Kopfball des gestern starken Mikael Silvestre wurde von Eintracht-Verteidiger Maik Franz noch von der Linie gekratzt (9.). „Wir standen strukturierter, defensiv konzentrierter. Doch wir müssen einfach unsere Chancen besser nutzen“, lobte Abwehrspieler Per Mertesacker zwar einen engagierten Auftritt der Kollegen, beklagte aber einmal mehr den schludrigen Umgang mit den Tormöglichkeiten.

Die Noten der Werder-Spieler

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Frankfurt fand zunächst kaum Mittel, sich gegen die Bremer in Szene zu setzen. Einer Direktabnahme von Torjäger Theofanis Gekas (22.) standen bis zur Pause noch drei Bremer Chancen gegenüber. In der 32. Minute bedrängte Wagner Gegenspieler Georgios Tzavellas nach einer Flanke derart, dass der Frankfurter Linksverteidiger fast ein Eigentor produzierte – Nikolov hielt glänzend. Wie auch kurz darauf einen Kopfball von Marin (33.). Und hätte Torsten Frings in der 44. Minute von der Strafraumgrenze genauer gezielt – Werder wäre mit einer verdienten Führung in die Kabine gegangen. „Wir haben gezeigt, dass wir dieses Tor unbedingt wollten“, meinte Mertesacker.

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Doch es wollte nicht fallen. Zum einen, weil die Frankfurter nach der Pause etwas kompakter standen und nicht mehr so viel zuließen, zum anderen, weil Werder die wenigen noch entstehenden Möglichkeiten weiter nicht in den erlösenden Treffer ummünzte. Marin verpasste nach einer Hunt-Hereingabe knapp (53.), Wagner zögerte zu lange (64.) und Nikolov entschärfte einen Schuss von Daniel Jensen (70.).

In den letzten Wochen hätte sich das gerächt. Tat es auch diesmal fast wieder, doch ein Kopfball von Gekas strich hauchzart am Bremer Tor vorbei (78.). Werder hatte diesmal das Glück des Tüchtigen. „Kompliment, die Mannschaft hat eine tolle Einstellung gezeigt“, lobte Tim Wiese seine Vorderleute. Der Torwart war heilfroh, „endlich mal wieder zu Null“ gespielt zu haben. Wiese mahnte aber auch an, dass das 0:0 „nur ein Schritt in die richtige Richtung“ war, mehr nicht: „Das bringt uns gar nichts, wenn wir nächste Woche gegen Schalke wieder in den alten Trott verfallen.“

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