Werder reist optimistisch nach Schalke – und will die schwarze Serie beenden

Millionenspiel, Teil drei

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Szene aus dem Hinspiel: Die Bremer Naldo (re.) und Torsten Frings (li.) können Schalkes Jefferson Farfan nicht stoppen. Das darf morgen nicht wieder passieren, will Werder in Gelsenkirchen gewinnen.

Bremen - Von Arne Flügge · Werder auf Schalke – das waren zuletzt immer heiße Duelle. Werder auf Schalke – da hieß der Sieger allerdings auch zumeist S04. Die letzten sieben Bundesligagastspiele (vier Niederlagen, drei Unentschieden) in Gelsenkirchen wurden nicht gewonnen.

Zuletzt gab’s im November 2001 (4:1) einen Bremer Sieg. Doch Bange machen gilt nicht, sagt Werder-Sportdirektor Klaus Allofs vor dem vorentscheidenden Spiel um die Champions-League-Qualifikation morgen (15.30 Uhr) in der Veltins-Arena: „Wir sind gut drauf, haben eine gute Mannschaft. Es gibt überhaupt keinen Grund, negative Gedanken zu haben.“

Statistik:

13 von 15 möglichen Punkten holten die Schalker in den letzten fünf Heimspielen gegen Werder, und von den letzten zehn Duellen verloren sie nur eins. S04-Trainer Felix Magath, nach dessen Entlassung am 9. Mai 1999 in Bremen die Ära Thomas Schaaf begann, verlor nur eins seiner zehn Heimspiele gegen die Hanseaten: am 10. Mai 2003 0:1 mit Stuttgart.

Werder siegte in sechs der letzten sieben Saisonpartien und ist mit 28 Punkten die zweitbeste Auswärts-Mannschaft (nach Schalke/29). Während die Bremer in der Rückrunde (35) und auch in der gesamten Saison (68) die meisten Treffer erzielten, kassierten die Königsblauen mit 29 die wenigsten Saison-Gegentore. Schalke (18) und Werder (15) erzielten die meisten Kopfballtore der Liga .

Schließlich geht es für beide Teams um weitaus mehr als nur das Beenden oder Verteidigen einer Serie. Werder will Platz drei halten, um die Chance auf die Champions League zu wahren. Der FC Schalke 04 will noch Meister werden. Keiner darf sich also einen Ausrutscher erlauben. „Der Druck ist für beide Mannschaften groß“, weiß Werder-Stürmer Claudio Pizarro, „ich hoffe, dass die größere Erfahrung für uns spricht.“ Denn in den vergangenen Jahren „haben wir uns fast immer in den entscheidenden Spielen durchgesetzt“, ergänzt Nationalspieler Aaron Hunt: „Ich hoffe, das wird auch jetzt wieder so sein.“ Zweimal haben die Bremer das auch zuletzt bewiesen – beim 4:2 in Wolfsburg und beim knappen 1:0 gegen Köln. Jetzt folgt morgen Teil drei im Millionen-Spiel Champions League. Immerhin könnte Werder mit Platz drei den Grundstein für Mehreinnahmen in Höhe von mindestens 15 Millionen Euro legen. „Das ist wichtig für die Mannschaft und wichtig für den Verein“, weiß Pizarro.

Und diese Chance wollen sich die Bremer jetzt auf der Zielgeraden nicht mehr nehmen lassen. „Es wird schwer. Das haben wir schon im Hinspiel gesehen“, erinnert der Bremer Topstürmer an die 0:2-Pleite kurz vor Weihnachten. Doch damals sei nicht heute. „Wir sind sehr gut drauf, haben unheimlich viel Selbstvertrauen und sind auswärts sehr stark“, zählt der 31-Jährige die Vorteile seiner Mannschaft auf: „Wichtig ist, dass wir gleich konzentriert ins Spiel gehen, dass wir gut stehen, dem Gegner keine Räume geben und unsere Chancen nutzen.“

Dass Schalke zudem sehr laufstark ist, überrascht Pizarro nicht: „Sie haben ja Magath als Trainer . . .“

Apropos Magath. Schalkes Coach ist bekanntlich nicht nur der Vorgänger von Werder-Trainer Thomas Schaaf. Magath hat die Bremer seitdem immer wieder geärgert: Er verlor seit seiner Entlassung in Bremen im Mai 1999 nur eins seiner zehn Heimspiele gegen die Hanseaten: am 10. Mai 2003 mit 0:1 als Trainer des VfB Stuttgart.

Doch auch dieses schlechte Omen soll Werder nicht davon abhalten, den nächsten Grundstein zum angepeilten Saisonziel zu legen. Und Werder-Boss Klaus Allofs sieht beide Teams auf Augenhöhe, Serien hin oder her. „Wenn ich die Qualität der Mannschaften vergleiche, sehe ich keinen Unterschied“, sagt der Werder-Sportdirektor. Bleibt nur abzuwarten, welche Qualität sich morgen durchsetzt.

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