Mielitz‘ Plan: eine „schöne Saison“ für die Fans

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Endlich mal kein Gegentor in einem Pflichtspiel: Für Werder-Torwart Sebastian Mielitz „einfach ein schönes Gefühl“. ·

Bremen - Er war sich absolut sicher. „Gladbach“, antwortete Sebastian Mielitz (24) gestern wie aus der Pistole geschossen auf die Frage, wann er vor dem 1:0 in Braunschweig zum letzten Mal in einem Pflichtspiel seinen Kasten sauber gehalten hatte. Stimmte nicht ganz, doch das kann man dem Werder-Keeper nicht verübeln. Immerhin musste er sehr, sehr lange auf dieses für einen Torhüter so wichtige Hochgefühl warten.

Nicht am 20. Oktober 2012 gegen Gladbach (4:0), sondern am 1. Februar 2013 gegen Hannover 96 (2:0) hatten die Bremer zuletzt keinen Gegentreffer zugelassen. Danach folgten 15 Partien, in denen Mielitz mindestens ein Mal den Ball aus seinem Netz fischen musste, beim peinlichen 1:3 im Pokal bei Drittligist Saarbrücken sogar drei Mal. Da wurden schon böse Erinnerungen wach an die völlig missratene Vorsaison, als Werder 66 Gegentore kassierte und Mielitz lediglich drei Mal zu Null spielte.

„Wenn man immer wieder einen auf den Deckel bekommt, verfällt man in einen Negativtrend. Auch ich musste viel einstecken, habe mir einige Sachen vielleicht zu sehr zu Herzen genommen“, meint Mielitz. Inzwischen sei er „viel gelassener und ruhiger“, auch im Umgang mit kritischen Stimmen. „Wir schauen einfach auf uns und nicht auf das, was von außen hereingetragen wird. Die ganzen Experten haben uns doch schon gegen Braunschweig nichts zugetraut.“

Und sie irrten: Werder landete nach 14 sieglosen Spielen den Befreiungsschlag, „Miele“ blieb sauber und wirkt extrem erleichtert: „Das ist einfach ein schönes Gefühl. Dafür trainiert man die ganze Woche, um mit der Null nach Hause zu gehen. Siege beflügeln immer, da geht man mit einem ganz anderen Körpergefühl durch die Stadt. Jetzt haben wir einen Positivtrend gestartet.“ Und der soll möglichst lange anhalten. „Wir wollen die Fans für das Pokal-Aus mit einer schönen Saison entschädigen“, betont Mielitz.

Er selbst ist dabei ein wichtiger Faktor. Gleich zu Beginn der Vorbereitung hat Trainer Robin Dutt ihn zur klaren Nummer eins ausgerufen. „Das hat mich riesig gefreut. Es ist aber auch eine Riesenherausforderung, dem Trainer jeden Tag zu zeigen, dass er sich richtig entschieden hat. Bisher hat das ganz gut geklappt.“ Findet auch Dutt. Er traut seinem Stammkeeper „eine sehr gute Rolle“ zu und lobt: „In den letzten Spielen hat er immer mal einen Hundertprozentigen gehalten.“ Sportchef Thomas Eichin ist ebenfalls „sehr optimistisch“, dass Mielitz „eine gute Saison“ vor sich hat. Für Torwarttrainer Marco Langner steht das ohnehin außer Frage, er hat dem 24-Jährigen kürzlich sogar „eine überragende Runde“ prophezeit. „Wenn er das sagt, wird es so geschehen“, grinste Mielitz gestern, fügte dann aber mit ernstem Gesicht an: „Das ist natürlich eine Aussage, an der ich mich auch hochziehe. Es ist ganz wichtig, dass der Torwarttrainer zu 100 Prozent hinter einem steht.“ Langner leiste „super Arbeit“, schwärmt Mielitz: „Er stellt uns immer sehr gut ein. Das macht uns riesigen Spaß. Und ich denke, ihm auch.“ · mr

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