„Ich habe gezeigt, was ich kann“ / Werder-Torwarttrainer Kraft zuversichtlich

Mielitz ist bereit für die Wiese-Nachfolge

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Daumen hoch! Das neue Torwart-Trikot steht Sebastian Mielitz schon mal gut – nun bleibt abzuwarten, ob bald vielleicht die „1“ statt der „21“ draufkommt.

Norderney Von Björn Knips · Noch trägt Sebastian Mielitz die Rückennummer 21 – diese zwei Ziffern passen in diesen Tagen perfekt: Aus der „2“ soll die „1“ werden. Wenn‘s geht, möglichst bald. „Das ist mein Ziel“, gibt der 21-Jährige im Trainingslager auf Norderney selbstbewusst zu.

Natürlich hat er mitbekommen, dass Stammkeeper Tim Wiese mit dem VfL Wolfsburg geflirtet hat. Ein Wechsel des 29-jährigen Nationaltorwarts wäre Mielitz‘ große Chance. Aber ist er schon gut genug, dauerhaft das Werder-Gehäuse zu hüten? Er selbst sagt ja, Torwarttrainer Michael Kraft auch.

„Wenn ich gebraucht wurde, habe ich meine Leistung gezeigt“, erinnert Mielitz an seine neun Saisonauftritte für die Profis. Sechs Mal hat er Wiese in der vergangenen Spielzeit in der Bundesliga vertreten, zwei Mal in der Champions League, ein Mal im DFB-Pokal. Die Kritiken waren meistens gut. Mielitz: „Jeder hat gesehen, was ich kann. Den Rest müssen die Verantwortlichen entscheiden.“

Haben sie eigentlich schon, indem sie Mielitz‘ 2012 auslaufenden Vertrag vorzeitig um ein Jahr bis 2013 verlängerten. Das war ein klares Signal, dass dem Oranienburger die Zukunft bei Werder gehört. Und Torwarttrainer Kraft hätte auch kein Problem damit, wenn Mielitz schon jetzt zur Nummer eins aufsteigen würde: „Natürlich müssten wir das im Verein intensiv besprechen. Ich denke aber schon, dass Sebastian das Zeug dazu hat. Er hat es doch vergangene Saison bewiesen – und sich stetig weiterentwickelt.“

Training am Dienstag

Werder-Training am Dienstag

Finanziell wäre der Wechsel im Tor für Werder äußerst lukrativ. Zum einen würde der Club das nicht gerade geringe Gehalt von Wiese sparen, zum anderen eine ordentliche Ablöse kassieren. Vorausgesetzt, der VfL Wolfsburg macht tatsächlich ernst und öffnet den VW-Tresor. Deshalb erklärt Werder-Boss Klaus Allofs einen seiner letzten Nationalspieler auch gar nicht erst für unverkäuflich. Und dessen Flirt nimmt er ihm ein Jahr vor Vertragsende und der letzten Werder-Chance, für den Keeper Millionen zu bekommen, auch nicht übel. „Was soll Tim auch sagen?“, entgegnet Allofs den Journalisten und gesteht: „Wir können den Vertrag mit Tim noch nicht verlängern. Das hat finanzielle Gründe.“

Also ist es legitim, dass sich ein Spieler gegenüber anderen Clubs zumindest gesprächsbereit zeigt. Und Allofs verspricht Wiese sogar: „Kommt eine Anfrage, dann setzen wir uns zusammen, das ist doch klar.“ Die Zeiten sind vorbei, in denen Spieler quasi festgebunden wurden und jedes Kaufinteresse im Keim erstickt wurde. Werder muss sparen beziehungsweise Kasse machen. Aber das ist eben auch die Chance für Talente wie Sebastian Mielitz. · kni

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