Wiese-Vertreter steht heute in Gladbach im Fokus / „Er muss vorangehen“

Mielitz in aller Munde

Jetzt ist er gefordert: Sebastian Mielitz (Bild) vertritt ab heute den verletzten Tim Wiese im Bremer Tor.

Bremen - Von Malte Rehnert· Plötzlich steht er im Werder-Tor – und damit im Rampenlicht. Weil Stammkeeper Tim Wiese (Knie) und dessen sonstiger Stellvertreter Christian Vander (Schambeinentzündung) verletzt ausfallen, darf sich Sebastian Mielitz in mindestens drei Spielen bewiesen. Los geht’s heute Nachmittag (15.30 Uhr) mit dem Auftritt bei Borussia Mönchengladbach.

„Ich versuche, mein Bestes zu geben, mein Ding durchzuziehen und dem Team zu helfen“, sagt der 21-Jährige.

In der vergangenen Saison war er in Köln (0:0) und gegen Nürnberg (4:2) zum Einsatz gekommen, im Borussia-Park bestreitet „Miele“ heute erst sein drittes Bundesligaspiel. Sonderlich nervös wirkt er allerdings nicht. „Jedes Spiel ist eine Chance für mich. Ich darf aber nicht darüber nachdenken, was alles passieren könnte. Ich versuche, gelassen zu sein und nicht zu verkrampfen, den Kopf einfach freizuhalten“, meint Mielitz und kündigt forsch an: „Ich weiß, was ich kann und werde es abrufen.“

Unterstützung bekommt der in der Bundesliga noch unerfahrene Keeper reichlich: von Trainer Thomas Schaaf („Wir haben vollstes Vertrauen in ihn“), von Manager Klaus Allofs („Immer wenn er gespielt hat, hat er seine Sache sehr gut gemacht“) – und auch von seinen Teamkollegen, vor allem denen aus der Defensive. „,Miele‘ hat doch schon bewiesen, dass wir 100-prozentig auf ihn zählen können. Er ist kein absoluter Neuling“, betont Rechtsverteidiger Clemens Fritz und verspricht, dem „sehr ruhigen und gewissenhaften Burschen“ bei Bedarf helfen zu wollen: „Er kann sich auf uns verlassen. Aber eigentlich weiß er, was er für Aufgaben hat.“

Per Mertesacker ist ebenfalls fest von Wiese-Vertreter Mielitz überzeugt: „Er kann genauso halten und dirigieren.“ Der Bremer Abwehrchef nimmt den jungen Tormann aber auch gleich in die Pflicht: „Wichtig ist, dass er sich einfügt, lautstark auftritt. Er kann nicht sagen: ,Ich bin neu hier und muss ruhig sein‘, sondern muss vorangehen“, fordert „Merte“ von „Miele“ und ergänzt: „Das habe ich ihm auch schon gesagt, da kann ich mich nur wiederholen. Wenn jeder spürt, dass er uns Halt und Sicherheit gibt, ist das eine gute Sache.“

Mielitz wird alles daransetzen, die Erwartungen der Mitspieler und der 3 000 Werder-Fans im Borussia-Park zu erfüllen. Er rechnet aber damit, gar nicht so oft gefordert zu werden: „Unsere Abwehr ist gut. Ich denke, sie wird es mir leicht machen. Und wenn doch mal was durchkommt, bin ich ja auch noch da.“

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