Mielitz hat Fehler schon abgehakt

„Mich muss niemand trösten“

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Handschuhe an, weitermachen: Sebastian Mielitz will schnell wieder an die Arbeit.

Bremen - Die Situation ist wahrlich nicht angenehm für Sebastian Mielitz, doch der 23-Jährige stellte sich nach seinem ersten echten Patzer in der Bundesliga – erst am Freitagabend in Augsburg, dann am Wochenende auch in Bremen. Wieder daheim wirkte der Werder-Keeper längst nicht mehr so angeschlagen wie noch direkt nach dem 1:3-Desaster beim Tabellenletzten. Mielitz demonstrierte Selbstvertrauen.

„Natürlich habe ich mich damit beschäftigt. Aber das ist jetzt abgehakt. Da muss nun auch niemand kommen und mich trösten. Da muss ich jetzt alleine durch. Jeder macht Fehler“, stellte der Nachfolger von Tim Wiese klar. Genauso deutlich äußerte er sich noch einmal zu seinem Fehlverhalten beim dritten Gegentreffer, als er beim Freistoß von Daniel Baier erst einen Schritt raus aus der Torwartecke gemacht hatte und dadurch chancenlos wurde: „Da habe ich spekuliert, das darf ich nicht machen.“ Allerdings hatte diese Spekulation einen plausiblen Hintergrund: In Freiburg war er bei einem Freistoß über die Mauer machtlos gewesen. Diesmal wollte er sich die Chance auf eine Glanzparade verschaffen und verzockte sich dadurch gewaltig.

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„Ich weiß nicht, ob das sein Beweggrund war“, meinte Trainer Thomas Schaaf, der Mielitz noch nicht gesprochen hatte: „Fakt ist, dass es sein Fehler war. Ich halte es immer so: Man sollte versuchen, die Bälle zu halten, die man halten kann.“

Mielitz wollte mehr, um der Mannschaft und auch sich zu helfen. Denn schon beim zweiten Gegentreffer hatte er schlecht ausgesehen. Da war es höchste Zeit für Wiedergutmachung. Ohnehin ist der 23-Jährige in dieser Saison nur selten durch Glanztaten aufgefallen. Wesentlich mehr hat sich eingeprägt, dass Mielitz als neue Nummer eins noch etwas nervös ist, ihm noch die Souveränität und die Ausstrahlung fehlen.

Rückendeckung vom Trainer

17 Gegentore in acht Pflichtspielen (Bundesliga und Pokal) sind schon „eine ganze Menge“, gibt er selbst zu: „Aber wir sollten jetzt nicht so viel erzählen und rausposaunen, sondern die Fehler anpacken.“ Also wird Mielitz in den nächsten Tagen hart arbeiten. Das Vertrauen vom Trainer ist ihm sicher. Schaaf macht sich keine Sorgen, dass Mielitz nun weiche Knie bekommt: „Wir brauchen ihn nicht groß aufzurichten. Er ist einer, der sehr gesund im Leben steht, der mit seinen Leistungen sehr kritisch umgeht – positiv wie negativ. Er erkennt seine Fehler, er akzeptiert sie, aber er weiß auch, dass er gute Leistungen gezeigt hat. Er spielt eine gute Saison.“ · kni/csa

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