Mesut Özil – so wird er zum Star der EM

In Topform: Mesut Özil.

Werder-Bremen - GÖTEBORG n Mesut Özil hatte gut geschlafen, sehr gut sogar. „Weil ich ganz schön kaputt war“, sagt der 20-Jährige. Das Spiel gegen Finnland hatte ihn geschlaucht, doch er ist mit einem „sehr guten Gefühl“ in die Federn gehüpft.

Schließlich hatte er beim 2:0-Sieg im zweiten Gruppenspiel bei der U 21-EM beide Tore der deutschen Mannschaft vorbereitet. Da störte es ihn nicht einmal, dass es in der Nacht gar nicht richtig dunkel geworden war. In Schweden wird heute Mittsommer, die Sommersonnenwende, gefeiert.

„Es ist schon irgendwie ein bisschen komisch, dass es immer hell ist“, schmunzelt Özil, „doch bei den anstrengenden Trainingseinheiten und Spielen habe ich kein Problem einzuschlafen.“

Nach seinem starken Auftritt im ersten Spiel gegen Spanien und den beiden Torvorlagen gegen Finnland ist der Bremer auf dem besten Weg, zum Star der EM zu werden. „Ich bin sehr gut drauf. Ich fühle mich in der Form meines Lebens“, strahlt der geborene Gelsenkirchener: „Ich hoffe, dass es jetzt so weitergeht und ich mich noch weiter entwickeln kann.“

Das wird er, keine Frage. Und mit dem Druck, der bereits jetzt auf ihm lastet, kommt Özil bestens zurecht. Auch die rund 60 Talentspäher bei der EM, die sich seinen Namen bereits fleißig in die Blöcke notiert haben, stören ihn nicht. „Ich spiele für die Mannschaft und nicht für die Galerie“, sagt der Fußballer: „Ich bin froh, wenn ich der Mannschaft mit Leistung helfen kann.“

Ohnehin sieht Özil seine Zukunft in Bremen. „Ich fühle mich sehr wohl dort“, berichtet er. Eine vorzeitige Verlängerung seines noch bis 2011 laufenden Vertrages soll nach der EM in Angriff genommen werden: „Jetzt konzentriere ich mich nur auf meine Aufgabe hier in Schweden.“

Und die weicht von der in Bremen ab. Denn unter U 21-Trainer Horst Hrubesch spielt Özil derzeit Stürmer. Und der Werder-Profi hat sich damit arrangiert. „Jeder weiß, dass meine Lieblingsrolle die Spielmacherposition ist. Doch ich kann auch Stürmer spielen. Das habe ich in der Jugend schon gemacht. Und ich denke, ich habe auch hier in Schweden gezeigt, dass ich das kann.“

Allerdings brillierte Özil auch bei der EM bislang eher als Vorbereiter. Der Killerinstinkt vor dem Tor geht ihm noch etwas ab. „Ich weiß, dass ich gegen Spanien ein Tor schießen musste. Deswegen war ich auch ein wenig enttäuscht.“ Teamkollege Sebastian Boenisch weiß Rat: „Mesut soll einfach so weitermachen und wie im Pokalfinale einfach mal abziehen. Dann geht der Ball auch rein.“

Özils Spielweise und das Auge für seine Mitspieler sind aber mindestens genauso wichtig. Torschütze Benedikt Höwedes, dem Özil mustergültig zum 1:0 aufgelegt hatte: „Ein toller Freistoß. Wir sind damals zusammen mit Schalke deutscher Meister bei den A-Junioren geworden und haben auch viele Tore zusammen gemacht. Wir verstehen uns immer noch gut, das hat man ja gesehen.“

Ohnehin, sagt Özil, sei die Stimmung innerhalb der Mannschaft top. Was für den gemeinsamen Erfolg auch sehr wichtig ist. Am Montag (20.45 Uhr) will der Bremer mit seinem Team ins EM-Halbfinale einziehen. Gegen England reicht ein Punkt. Doch darauf will sich Özil nicht einlassen. „Wir brauchen uns vor niemandem zu verstecken und werden auf jeden Fall auf Sieg spielen“, verrät der Bremer Offensivspieler.

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