Mesut Özil macht Spaß, der große Rest nur Sorgen

Lichtblick: Mesut Özil.

Werder-Bremen - Tim Wiese: Auf Mitleid wird er wenig Wert legen, obwohl er es verdient hätte. Wiese hielt tadellos, vereitelte mehrere Frankfurter Chancen und fing sich trotzdem drei Gegentore. Speziell für ihn war’s ein Déjà-vu die vergangene Saison betreffend. Note 2,5

Clemens Fritz: Die in der Vorbereitung erkennbaren guten Ansätze sind schon wieder verkümmert. Fritz fehlte es an Dynamik und Zweikampfstärke. Note 4,5

Per Mertesacker: Auch er produzierte ungewohnt viele leichte Fehler. Aber: Der Nationalverteidiger rettete zweimal auch in höchster Not. Note 3,5

Sebastian Prödl: Es war definitiv ein Fehlgriff, ihn zu bringen. Der Naldo-Ersatz war nach extrem kurzer Vorbereitung wegen einer Virus-Erkrankung noch nicht bereit für einen Bundesligaeinsatz. Jede Menge Stellungsfehler und verlorene Zweikämpfe zeugten davon. Zudem hob der Österreicher beim 1:2 das Abseits auf und kassierte in der Nachspielzeit noch die Gelb-Rote Karte.Note 5,5

Petri Pasanen: Immer wieder wurde der Finne auf seiner linken Abwehrseite ausgespielt – auch vor dem ersten Frankfurter Treffer. Den Raum, der Pasanen nach vorne gewährt wurde, wusste er überhaupt nicht zu nutzen. Im Spielaufbau zu bieder. Note 5

Bundesligaauftakt in Bremen

Tim Borowski (bis 74.): Ob er Amanatadis’ zweiten Treffer hätte verhindern können, bleibt im Rahmen der Spekulation. Ganz gewiss hätte er es aber versuchen sollen, statt hinter dem Eintracht-Stürmer nur den Arm zu heben und auf den Abseitspfiff zu hoffen. Unstrittig ist auch, dass Borowski durch eigene Passivität eine große Mitschuld am entscheidenden 2:3 trug. Weil der Rückkehrer zudem als einer von zwei defensiven Mittelfeldspielern wenig überzeugend auftrat, gibt’s für sein „Weserstadion-Comeback“ die… Note 5

Torsten Frings: Der Kapitän rannte viel und versuchte das Mittelfeld zu ordnen. Es gelang nicht. Als Flankengeber bereitete Frings den 2:2-Ausgleich vor. Nur am Rande: Mehr Disziplin, weniger Karten hatte er vor der Saison gefordert. Doch er war der Erste, der Gelb sah – wegen Meckerns nach 29 Minuten. Note 3,5

Marko Marin (bis 78.): Jetzt bitte genau differenzieren: Offensiv hatte der 8,3-Millionen-Einkauf richtig gute Szenen. Schöne Dribblings, überraschende Ideen, gefährliche Torschüsse – das macht Marin wertvoll. Doch mit seiner Einstellung die Defensivaufgaben betreffend wird er Werder schaden. Marin kennt den Rückwärtsgang nicht.Note 3,5

Mesut Özil: Mit Abstand war er der beste Bremer Feldspieler. Özil wirbelte viel, holte einen Elfmeter heraus, den er selbst verwandelte, hatte Pech bei einem Pfostentreffer und trieb das Bremer Spiel immer wieder an.Note 2

Boubacar Sanogo: Zwei Tore im Pokal, jetzt eins in der Bundesliga – Sanogo ist derzeit Werders bester Stürmer. Er arbeitete fleißig, hatte aber nur eine echte Strafraumszene, die er zum 2:2 nutzte. Note 3

Hugo Almeida (bis 56.): Die Saisonvorbereitung hatte einen neuen Almeida hervorgebracht. Einen schnellen, leichtfüßigen. Beim Saisonstart gab’s dann doch wieder den alten Hugo zu sehen. Träge, unauffällig, ungefährlich. Note 4

Marcelo Moreno (ab 56.): Mit der Eingewöhnung ist es so eine Sache. Moreno fällt sie offenbar sehr schwer. Er lief sich minutenlang hinter dem Frankfurter Tor warm, doch da gehört er nicht hin. Auf dem Platz dann eine auffällige Aktion, als er aus der Drehung das Außennetz traf – mehr nicht. Note 4

Philipp Bargfrede (ab 74.): Undankbare Bundesliga-Premiere: Werder war angeknockt, als der 20-Jährige kam. Die vage Hoffnung, der Debütant könnte dem Spiel eine Wende geben, erfüllte sich nicht.Note -

Aaron Hunt (ab 78.): Auch er brachte keine neuen Impulse. Note -

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