Nationalspieler empfiehlt Zurückhaltung beim Thema Meisterschaft

Mertesackers Mahnung

Bremen - (mr) · Die Spekulationen um seine Zukunft hat Per Mertesacker selbst klipp und klar beendet – mit einem Bekenntnis zu Werder: „Ich spiele hier und das wird auch so bleiben.“ Kurz vor dem Pflichtspielstart im DFB-Pokal in Ahlen (Samstag) sprach der Bremer Nationalspieler über sein Comeback im Club, die Meisterschaft und die neu formierte Innenverteidigung. Per Mertesacker über . . .

die Rückkehr

Nach der mit Platz drei beendeten Weltmeisterschaft in Südafrika durfte Mertesacker – wie die anderen deutschen Nationalspieler – drei Wochen ausspannen. Im Trainingslager in Bad Waltersdorf stieß er wieder zum Team.

„Der Urlaub nach der WM war sehr wichtig“, betont der 25-Jährige, der nach seinem verspäteten Wiedereinstieg am vergangenen Samstag sein erstes Testspiel in der Vorbereitung absolvierte. Werder verlor den letzten Härtetest beim FC Fulham zwar mit 1:5, aber Mertesacker überzeugte bis zu seiner Auswechslung (56./beim Stand von 1:1) in der Innenverteidigung – und war sehr froh, dass es gleich wieder so ordentlich lief. „Es hat in der ersten Halbzeit ganz gut funktioniert. Vor dem Spiel habe ich mich muskulär nicht so gut gefühlt – aber dann habe ich gesehen, dass ich schon mithalten kann. Es braucht allerdings ein bisschen Zeit, bis man die spritzigen Bewegungen wieder hat. Das geht nicht von heute auf morgen. Übers Training will ich jetzt Spielfreude und Ballgewandtheit zurückbekommen.“

die Ziele

Erst die WM, dann die Vorbereitung – und am Wochenende schon die neue Saison. Die Schnelllebigkeit im Fußball hat laut Mertesacker Vor- und Nachteile: „Einerseits ist es schon pervers, dass man so kurz nach der WM im Verein schon wieder neue Ziele hat – und die sind hoch angesetzt. Andererseits ist es gut, dass es direkt wieder losgeht und man sich den nächsten Aufgaben stellen kann.“

die Meisterschaft

Einige Teamkollegen wie Claudio Pizarro oder Naldo hatten die Messlatte ganz oben angelegt und offensiv von der Meisterschaft gesprochen. Mertesacker ist da viel vorsichtiger – er sagt: „Wir sind bei weitem noch nicht soweit. Wir befinden uns in einer sehr wichtigen Phase, wo sich entscheidet, wie wir in die Saison reinkommen. Ich denke, man sollte nicht vorher schon so großen Druck ausüben. Wir sind noch nicht so gefestigt, da muss mehr kommen. Für mich ist momentan ein größeres Thema, meinen Fitnessstand zu erreichen.“

die Verteidigung

Mit Naldo ist „Merte“ in der Innenverteidigung blendend eingespielt, aber sein zuverlässiger Partner fehlt schon seit Beginn der Vorbereitung – und wegen anhaltender Knieprobleme noch unbestimmte Zeit, auf jeden Fall aber in Ahlen und auch in der Champions-League-Quali gegen Sampdoria Genua. „Naldo ist sehr traurig über seine Verletzung, aber es muss jetzt eben ein Neuer nachkommen“, meint Mertesacker. In Fulham spielte er Seite an Seite mit dem jungen Österreicher Sebastian Prödl. „Das hat geklappt, Sebastian hat es sehr gut gemacht“, lobt Mertesacker, schränkt aber ein: „Es muss noch besser werden, ganz klar. Ich hoffe, dass uns da ein nahtloser Übergang gelingt.“ Die nächste Möglichkeit, die Abstimmung zu verfeinern, gibt’s vermutlich übermorgen im Pokalspiel.

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