Und Mertesacker wünscht Cacau auch noch viel Glück

Im Hinspiel gewann Werders Per Mertesacker das Duell mit Cacau deutlich. Doch diesmal sind die Vorzeichen andere, weil Stuttgart einen Lauf hat.

Von Björn Knips BREMEN - Vorsicht, Werder! Heute kommt der Sieben-Tore-Mann ins Weserstadion! Innerhalb von nur acht Tagen hat Stuttgarts Cacau mächtig für Furore gesorgt. Erst schnürte der 28-Jährige einen Viererpack gegen Köln, dann traf er gegen den FC Barcelona, und schließlich schenkte er auch noch den Frankfurtern zwei Tore ein. Da staunten selbst Cacaus Kollegen bei der Nationalmannschaft nicht schlecht.

So nutzte Per Mertesacker das Länderspiel in München, um dem Torjäger persönlich zu gratulieren: „Man freut sich doch, wenn ein Teamkollege so oft trifft.“ Allerdings ist beim Werder-Profi ein etwas mulmiges Gefühl hängengeblieben: „Ich habe ihm auch noch viel Glück gewünscht – aber gegen uns soll er doch eigentlich nicht treffen.“

Denn heute steht für Werder ab 15.30 Uhr viel auf dem Spiel. Platz fünf und damit die Qualifikation für die Europa League ist nur ein Punkt entfernt, zudem kann Verfolger Stuttgart (vier Zähler zurück) auf Distanz gehalten werden. „In dieser Partie steckt richtig viel Brisanz“, freut sich Mertesacker schon auf das Duell, wenngleich er einschränkt: „Eigentlich müsste es heute mindestens um Platz drei gehen, denn beide Teams haben eigentlich die Qualität, ganz oben dabei zu sein. Beide sind jung und dynamisch, aber leider fehlt beiden in dieser Saison die Konstanz.“ 

Aber zuletzt haben sowohl die Bremer als auch die Stuttgarter ordentlich gepunktet. Die Schwaben sogar noch ein bisschen mehr, nachdem Christian Gross Anfang Dezember Markus Babbel als Coach abgelöst hatte. „Die Stuttgarter sind nach dem Trainerwechsel geradezu explodiert“, wundert sich Mertesacker. Auf dem Platz stünde zwar fast die gleiche Stuttgarter Mannschaft wie beim Bremer 2:0-Hinspielerfolg, „doch so leicht wird das diesmal für uns ganz bestimmt nicht“, glaubt der Werder-Verteidiger.

Zumal Cacau derzeit fast nach Belieben trifft. Selbst bei seinem Kurzeinsatz für die DFB-Auswahl gegen Argentinien hätte der vor einem Jahr eingebürgerte Brasilianer beinahe getroffen. „Man merkt ihm einfach an, wie gut er sich fühlt. Er hat eine überragende Phase und in den Tagen in München fast nur gestrahlt“, erinnert sich Mertesacker. Dabei sei Cacau keineswegs arrogant rübergekommen: „Dafür ist er auch gar nicht der Typ, er ist eher ein ruhiger Vertreter und ein sehr angenehmer Kollege in der Nationalmannschaft.“ Dafür aber ein durchaus unangenehmer Gegenspieler, so Mertesacker: „Er hat eine enorme Dynamik und ganz besondere Momente beim Abschluss. Da muss man immer höllisch aufpassen. Im Hinspiel haben wir es gut hinbekommen, ihn einzugrenzen. Aber damals waren er und der VfB auch nicht gut drauf.“

Jetzt ist das anders. Aber deswegen macht sich Mertesacker keine Sorgen. „Wir sind ja auch gut drauf“, sagt er – und Kapitän Torsten Frings ergänzt noch: „Stuttgart hat zwar Cacau, aber wir haben Claudio Pizarro.“ Der Peruaner hat in den vergangenen drei Spielen immerhin viermal getroffen. Frings merkt zudem an: „Natürlich müssen wir auf Cacau aufpassen, aber man sollte die sieben Tore nicht überbewerten. Vorher gab’s bei ihm auch eine Phase, in der er keinen Möbelwagen getroffen hat. So ist das nun einmal bei Stürmern.“

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