Klare Fortschritte bei Bremer Abwehrspielern – aber: Beide nicht reif für die Insel

Mertesacker und Prödl – Mutmacher im Doppelpack

Grund zum gemeinsamen Jubel – wie hier im März 2010 – hatten Per Mertesacker (rechts) und Sebastian Prödl schon länger nicht mehr. Das soll sich bald wieder ändern: Beide Innenverteidiger machen in ihrer Reha deutliche Fortschritte.

Bremen - Das sind doch mal gute Nachrichten! Zwei der großen Sorgenkinder von Werder Bremen spielen bald wieder – wenn alles weiter so glatt läuft wie bisher.

Die beiden Innenverteidiger Per Mertesacker (Fersenentzündung) und Sebastian Prödl (Gesäßmuskel-OP), beide noch in der Reha und nicht im Mannschaftstraining, äußerten sich gestern nach dem Autogrammkarten-Shooting im Weserstadion zuversichtlich.

„Endlich spreche ich von Wochen, die ich wohl noch ausfalle – und nicht mehr von Monaten“, meinte Prödl, der Anfang September wieder richtig fit und einsatzbereit sein möchte.

Bei Mertesacker wird’s – Stand heute – deutlich schneller gehen, der Bundesliga-Auftakt Anfang August dürfte zu schaffen sein. „Mir geht es ganz gut. Ich bin schmerzfrei und muss jetzt sehen, wieviel Belastung tolerierbar ist. Ich habe die Laufbelastung schon massiv nach oben geschraubt“, sagte der Bremer Abwehrchef, der seit Mitte Mai aussetzt und das letzte Bundesliga-Spiel sowie drei Partien der Nationamannschaft verpasste. „Nach den Überbelastungen der letzten Jahre musste sich mein Körper eine Erholungspause nehmen“, erklärte Mertesacker. Einen festen Zeitpunkt fürs Comeback nannte der 26-Jährige nicht: „Ich will jetzt keine Wasserstandsmeldungen abgeben, sondern abwarten, wie es sich entwickelt. Ich will so schnell wie möglich wieder fit werden – darauf liegt mein kompletter Fokus.“

Training am Donnerstag

Werder-Training am Donnerstag

Die Klärung seiner Zukunft in Bremen (Vertrag bis 2012) muss also bis zur vollständigen Genesung warten. Verlängert Mertesacker nicht, könnte er nur noch in diesem Sommer eine satte Ablöse bringen. Anfragen liegen bislang aber nicht vor – weder für ihn noch für einen anderen Bremer, wie Sportchef Klaus Allofs beim Trainingsauftakt betont hatte.

Am Sonntag reist Mertesacker, der vor einigen Jahren schon mal arge Probleme an der Ferse hatte, statt ins Trainingslager nach Norderney erneut für zwei Wochen zur Reha nach Donaustauf. „Da beginnt die heiße Phase, da kann ich mich ganz auf mich konzentrieren, da werde ich die Belastung weiter steigern“, sagte Mertesacker, der schon häufiger bei DFB-Physiotherapeut Klaus Eder in der Oberpfalz war – zum letzten Mal vor seinem zweiwöchigen Urlaub vorm Trainingsstart. „Ich habe dort sehr gute Erfahrungen gemacht, es hat mit immer ‘was gebracht“, meinte „Merte“ und fügte mit einem Schmunzeln an: „Die Leute dort mögen mich.“

Gleiches gilt für Prödl. Der Österreicher war ebenfalls in der Sommerpause in Donaustauf, teilweise gaben sich die beiden Innenverteidiger-Kollegen die Klinke der Kraftraum-Tür in die Hand. „Ich merke eindeutige Fortschritte. Es gab keine Rückschläge, das ist positiv – ich hoffe, es geht so weiter“, wünscht sich der 24-Jährige, der inzwischen „20 bis 30 Minuten pro Tag“ laufen kann: „Jetzt muss ich die Muskeln im linken Bein wieder aufbauen, damit ich nicht nur geradeaus laufen, sondern auch wieder abrupte Bewegungen machen kann.“ Prödl fährt ebenfalls nicht mit ins Trainingslager, er bleibt in Bremen und arbeitet dort an seinem „großen Ziel. Ich will Anfang September wieder den Zustand haben, den die Mannschaft hat. Der Saisonstart ist leider nicht realistisch, weil da die Kraft wohl noch nicht reichen wird.“

Dass Werder sich intensiv um Innenverteidiger und damit direkte Konkurrenten kümmert, ist laut Prödl „absolut verständlich. Wir haben eine Notsituation. Der Verein weiß nicht genau, wann die Verletzten zurückkehren.“ Zudem läuft auch sein Vertrag 2012 aus: „Da ist es logisch, dass Werder sucht.“ Findet auch Mertesacker: „Wegen der vielen Verletzten sind wir absolut unterbesetzt. Es sieht nicht rosig aus, es liegt einiges im Argen. Wir hatten schon letzte Saison Probleme, aber jetzt sind sie noch größer“, urteilte der 26-Jährige und ergänzte: „Ich würde mich freuen, wenn fitte Spieler zu uns kommen.“ · mr

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