Verteidiger will raus aus der Krise – und erst dann über seine Zukunft nachdenken

Mertesacker: „Es geht nicht um meine Person“

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Per Mertesacker hat nur ein Ziel: Mit aller Macht und so schnell wie möglich raus aus der Krise.

Werder-Bremen - BELEK · Per Mertesacker hat nur ein Ziel: Mit aller Macht und so schnell wie möglich raus aus der Krise. Dafür stellt der Abwehrspieler von Werder Bremen sogar die Frage nach seiner eigenen sportlichen Zukunft hinten an, wie der 26-Jährige im Interview klar machte.

Herr Mertesacker, haben Sie nach der desaströsen Hinrunde in der Weihnachtspause viel über Fußball nachgedacht?

Nein, nur ganz, ganz wenig. Ich habe die Pause genutzt, um den Kopf frei zu bekommen und mich so gut es geht zu erholen.

In Belek erlebt man Sie in fast jeder Trainingseinheit sehr lautstark.

Natürlich versuche ich, im Training so gut es geht auf Dinge Einfluss zu nehmen. Es ist wichtig, sich auf dem Platz auch gegenseitig zu coachen und anzufeuern. Wenn man später über Szenen streitet und hektisch diskutiert, ist es meistens zu spät. Die sofortige Umsetzung der Dinge auf dem Platz ist das Wichtigste.

Sie haben schon häufiger die fehlende Konstanz in der Hinrunde angesprochen. Das gilt auch für Ihre Leistung. Wie selbstkritisch gehen Sie damit um?

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Befürchten Sie, die Mannschaft könnte in einen negativen Sog geraten, wenn die ersten drei Rückrundenspiele nicht erfolgreich verlaufen sollten?

Wir bereiten uns nicht auf eine Situation vor, die wir im Moment noch in eine andere Richtung beeinflussen können.

Beeinflussen können Sie aber Ihre persönliche Zukunft. In der Winterpause gab’s wieder einmal Meldungen aus England. Diesmal sei der FC Liverpool an Ihnen interessiert. Stimmt das?

Ich habe diese Dinge auch nur aus der Zeitung erfahren. Ich habe mit niemandem gesprochen. Das können Sie also gerne vernachlässigen.

Ihr Vertrag läuft 2012 aus. Wie sieht ihre Zukunft aus?

Rosig.

Und wo?

Bei Werder!

Auch über den 30. Juni 2012 hinaus?

Das kann ich jetzt noch nicht sagen.

Warum nicht?

Weil wir mit Werder in einer schwierigen sportlichen Situation stecken und uns deshalb nicht über meine Person unterhalten müssen. Ich werde im Tagesgeschäft gebraucht, und es ist meine Pflicht, mich darauf zu konzentrieren. Da kann ich mich nicht mit irgendwelchen anderen Dingen beschäftigen.

Das heißt, die Meldungen, die reinflattern, sind reine Spekulationen?

Wie gesagt, das meiste dringt gar nicht erst zu mir durch. Und ich habe meinem Berater auch gesagt, er soll mich damit in Ruhe lassen. Spieler sollten sich in gewissen Situationen auch einmal selbst schützen, damit sie die wichtigen Dinge in ihrem Job nicht aus den Augen verlieren.

Training am Sonntag

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