„Merte“ freut sich aufs Debüt

Bremen - Gänsehaut-Atmosphäre statt „Geisterspiel“: Wenn Werder übermorgen beim FC St. Pauli antritt, wird das Stadion am Millerntor voll sein.

Das DFB-Sportgericht hatte nach dem Bierbecher-Skandal eine Partie unter Ausschluss der Öffentlichkeit verordnet, dann aber auf den Einspruch der Hamburger reagiert und schließlich doch Milde walten lassen. St. Pauli muss nun die erste Partie der kommenden Saison mindestens 50 Kilometer außerhalb Hamburgs austragen.

„Das ist die richtige Entscheidung. Man sollte nicht so viele Fans dafür bestrafen, dass einer einen Fehler gemacht hat“, meint Werder-Kapitän Torsten Frings und ergänzt: „Es ist doch auch viel schöner, richtig Stimmung zu haben als ein totes Stadion. Und die Atmosphäre dort wird richtig heiß sein, davon dürfen wir uns nicht anstecken lassen.“

Eine ganz besondere Partie wird’s für Per Mertesacker. Bremens Abwehrchef hat noch nie am Millerntor gespielt – und freut sich schon drauf. Teamkollege Tim Borowski „hat mir davon erzählt. Es soll ein besonderes Erlebnis sein, da ist wohl immer einiges los. Jetzt bin ich neugierig, das selbst mitzuerleben“, sagt „Merte“, der die DFB-Entscheidung ebenfalls begrüßt: „Der Charakter eines Bundesligaspiels darf nicht verlorengehen. Ein Geisterspiel wäre schon ein starkes Stück gewesen.“

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