Melvyn Lorenzen wird zum Spezialfall

Eine Auszeit für Knie und Nerven

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„Ich mache mich schnell verrückt“, sagt Melvyn Lorenzen über sich selbst.

Bremen - Mit den Trainingslagern ist es so eine Sache. Kein Spieler ist wirklich scharf drauf, sie zu absolvieren. Aber wenn man nicht dabei sein kann, ist es auch nicht richtig. Siehe Melvyn Lorenzen. Die Sturmhoffnung des SV Werder musste daheim bleiben, als der Rest der Truppe ins Zillertal reiste.

Wie er das findet? „Eine nachvollziehbare Entscheidung“, sagt der 20-Jährige, den seit den ersten harten Trainingstagen in Neuruppin Probleme an der Patellasehne quälen. „Die Belastung ging gleich hoch auf hundert, da hat sich das Knie natürlich gemeldet“, berichtet Lorenzen. Und wenn es bei ihm zwickt, wird Werder ganz besonders vorsichtig. Denn nach zwei schweren Knieverletzungen – zunächst ein Knorpelschaden, der ihn zu mehr als einem Jahr Pause zwang, dann im Januar ein Außenmeniskusriss – ist der talentierte Angreifer so etwas wie ein Spezialfall.

Deshalb hat ihn Trainer Viktor Skripnik von der Zillertalliste gestrichen, als die Schmerzen auftraten. „Nichts Ungewöhnliches“, sei das, meint Lorenzen: „Wir tasten uns jetzt langsam heran.“ Es wird die Antwort auf die Frage gesucht, wie viel Belastung sein Körper verträgt, speziell die Knie. Zudem muss der Jungprofi verlorengegangenes Vertrauen wieder aufbauen. Lorenzen gibt zu: „Ich mache mich bei auftretenden Problemen schnell selbst verrückt.“

Demnach war es bestimmt nicht falsch, ihm nicht das Zillertal-Programm aufzubürden. Im Moment hat Lorenzen das Training weit runtergefahren, beruhigt so das Knie und die eigenen Nerven. „Ein paar Tage“ habe er gar nichts gemacht, mittlerweile arbeitet er immerhin schon wieder im Kraftraum. Sollten die Ärzte es erlauben, wird er in den kommenden Tagen bei der U23 mittrainieren.

csa

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