Melvyn Lorenzen steht vor dem Comeback – vielleicht schon gegen Mainz

Werders Endspurt-Turbo

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Melvyn Lorenzen verspürt keine Schmerzen mehr im operierten Knie und will wieder angreifen: „Ich habe einen so großen Willen, dass mich nichts aufhält.“

Bremen - Der Trainer ist optimistischer als der Spieler – das kommt auch nicht allzu häufig vor. Werder-Coach Viktor Skripnik hofft, dass er schon am Samstag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 auf Melvyn Lorenzen (20) zurückgreifen kann: „Vielleicht reicht es schon für 15, 20 Minuten.“ Der nach einem Außenmeniskusriss im rechten Knie wieder genesene Stürmer hingegen bremst: „Die Hoffnung ist da, aber sie ist klein.“

Lorenzens Zurückhaltung hat vor allem mit der großen Konkurrenz zu tun – er weiß: „Wir haben einen vollen Kader, fast alle sind topfit.“ Für ihn selbst gilt das nach der bereits dritten Operation am rechten Knie und rund sechs Wochen Verletzungspause noch nicht: „Es ist doch klar, dass ich ein bisschen Rückstand habe. Aber der Doktor hat gesagt, dass mein Knie für drei OPs gar nicht so schlecht aussieht.“

Vergangene Woche gab es einen kleinen Rückschlag. Lorenzen wurde ein bisschen Flüssigkeit aus dem Knie gezogen, am Wochenende gönnte er sich zwei Tage totale Ruhe: „Da war cool down angesagt.“ Seit gestern mischt er wieder voll mit und freut sich: „Ich habe überhaupt keine Schmerzen mehr – und einen so großen Willen, dass mich nichts aufhält. Die Bundesliga ist etwas Tolles für mich. Ich habe keinen Zweifel daran, dass ich früher oder später wieder dran bin an der Mannschaft.“

Vielleicht sogar schon am Wochenende – das jedenfalls wünscht sich Skripnik: „So ein Typ wie Melvyn hat uns in den vergangenen Wochen gefehlt – schnell und robust. Er kann ein wichtiger Spieler für uns sein, hat seine Qualitäten schon gezeigt.“ Am Ende der Hinrunde durfte Lorenzen zwei Mal von Anfang an ran, erzielte ein Klassetor beim 3:3 gegen Hannover und verblüffte vor allem mit seinem Raketen-Antritt. Ende Januar folgte dann der Meniskus-Schock im Training. „Ich war sehr betrübt, als er sich wieder verletzt hat. Und jetzt bin ich absolut froh, dass er wieder da ist. Mit seiner Durchschlagskraft und seinem Speed können wir ihn gut gebrauchen“, findet Sportchef Thomas Eichin.

Lorenzen als Parade-Konterstürmer, als Bremer Endspurt-Turbo – daran glauben auch die eigenen Mitspieler. Fin Bartels etwa meint: „Er wird noch einigen Gegnern mit seiner Schnelligkeit Kopfschmerzen bereiten und kann einschlagen.“ Lorenzen tut all der Zuspruch sichtlich gut. „Das pusht mich noch mal extra.“

mr

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