„Meine besten Jahre kommen noch“

Ruhe und Reife: Elia reloaded

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Eljero Elia

Bremen - Vom Problemfall zum Leistungsträger – schafft Eljero Elia tatsächlich diese Metamorphose? Es sieht ganz danach aus. Der Niederländer war in den Vorbereitungsspielen oft der stärkste Bremer, übernahm auch Verantwortung. Wie beim Elfmeter zur 1:0-Führung gegen den FC Chelsea (Endstand 3:0). Klare Erkenntnis: Das ist nicht mehr der Elia, der auf dem Platz orientierungslos wirkt, der sich versteckt, der den Kopf hängen lässt. Elia versucht gerade, sich neu zu erfinden. „Ich habe noch einige Jahre als Fußballer vor mir. Meine beste Zeit kommt noch“, sagt der 27-Jährige und erklärt, dass es bis zum Zenit nicht mehr weit ist – jedenfalls sein Alter betreffend: „Mit 28, 29 musst du richtig da sein.“

Was er dafür macht? Antwort: ruhiger werden. „Ich bin als Fußballer und Mensch gereift“, behauptet der mittlerweile dreifache Vater und gibt zu, in der Vergangenheit Fehler gemacht zu haben: „Ich war zu unruhig, zu oft unterwegs. Als junger Mensch glaubst du, dass du trotzdem voll Power ins Training gehen kannst. Doch das geht nicht, das habe ich in den letzten zwei, drei Jahren gelernt. Jetzt weiß ich, was ich wirklich brauche, um den Fokus voll auf Fußball zu legen. Ich bleibe viel zu Hause. Ich werde schließlich älter.“

Nachdenklicher auch. Oft hat er mit seiner Frau, mit Freunden und seiner Familie gesprochen. Mit Trainer Robin Dutt sowieso. Ob nach dem Testspiel bei Leicester City im Abflugbereich des Flughafens Birmingham oder gestern nach dem Training – immer wieder kurze oder lange Einzelgespräche. „Er redet viel mit mir und hat mir geholfen, mich weiterzuentwickeln“, sagt der Stürmer über seinen Chef.

Die Frage, die Elia nach allen Unterredungen als die für sich wesentliche extrahierte, war: „Willst du was erreichen in deinem Leben?“ Ja, will er. Mit Werder erfolgreich zu sein und die Rückkehr in die Elftal, die niederländische Nationalmannschaft, zu schaffen, sind „meine Ziele für diese Saison. Ich hoffe, dass ich in der richtigen Richtung bin.“

Robin Dutt und Geschäftsführer Thomas Eichin sind davon überzeugt. Sie loben Elia, wo es nur geht, sehen in ihm eine „besondere Qualität“ und eine „Waffe für Werder“. Aber Elia ist gewissermaßen auch stilles Kapital. Das durch einen Verkauf sehr lebendig werden würde. Es ist zwar nicht die Absicht des Dribbelkünstlers, den Club zu wechseln, aber Elia ist in Kenntnis über die Haltung seines Arbeitgebers: „Robin Dutt hat mir gesagt, dass ich verkauft werde, wenn ein Club einen hohen Betrag bietet.“ Er kann sich vorstellen, dass es so kommt, weil „ich mir grundsätzlich alles vorstellen kann im Fußball“.

csa

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