Franco Di Santo – gegen Frankfurt will er erstmals auch als Torschütze glänzen

Mehr als ein Spaßmacher?

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Lachen gehört bei ihm zum Geschäft. „Es ist wichtig, dass alle gut gelaunt sind – auch wenn es gerade nicht gut läuft“, sagt Franco Di Santo.

Bremen - In der Nacht von Samstag auf Sonntag hatte Franco Di Santo einen großen Moment. Auf der Abschiedsparty von Torsten Frings durfte der Argentinier einfach mal Fan sein. Fan von Michael Schumacher, der Formel-1-Legende.

Also machte es Di Santo so wie sonst die Fans bei ihm: Mit Fotoapparat in der Hand um ein gemeinsames Bild bitten. „Unterhalten konnten wir uns zwar nicht. Aber das Foto habe ich jetzt wenigstens – und das ist etwas für die Ewigkeit“, sagt der argentinische Stürmer und lacht dabei.

„Schumi“, die Formel 1, Autos, Motoren – Di Santo steht offenbar drauf. Doch ob er selbst ein PS-Monster in der Garage stehen hat, verrät er nicht. „Ich fahr Fahrrad“, witzelt er und grinst frech in die Runde, als die Übersetzung des Dolmetschers für Gelächter bei seinen Gesprächspartnern sorgt.

So, sagt er, sei er auch im Mannschaftskreis. „Ich versuche immer, die Jungs zum Lachen zu bringen. Es ist wichtig, dass alle gut gelaunt sind – auch wenn es gerade nicht gut läuft“, meint der Werder-Neuzugang. Und dass die Dinge bei Werder momentan nicht nur geradeaus laufen, lässt sich nicht übersehen. Die Niederlagen in Dortmund (0:1) und Mönchengladbach (1:4) durften mit dem nötigen Wohlwollen noch in die Kategorie „Kann passieren“ einsortiert werden. Die 1:4-Testspielpleite beim FC St. Pauli vor einer Woche dagegen nicht. Es war eine fette Blamage, und seither steht Werder in dem Verdacht, dass die beiden Siege zum Saisonstart gegen Aufsteiger Braunschweig und Augsburg nur Zufallstreffer waren.

Franco Di Santo spürt die angespannte Atmosphäre, macht aber ganz in Optimismus. „Ich sehe keine Gründe, weshalb die nächsten Spiele nicht besser laufen sollten als die letzten“, sagt er: „Die Mannschaft muss in den nächsten Wochen funktionieren und wird auch funktionieren. Da bin ich mir ganz sicher.“

Gründe, weshalb es so sein könnte? Vielleicht Franco Di Santo selbst. Im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt steht er am Samstag vermutlich das erste Mal in der Startelf, und dann will er Werder zum Sieg verhelfen – nicht als Spaßmacher, sondern erstmals als Torschütze. Di Santo: „Kommt vorbei, dann seht ihr‘s!“

In seinen bisherigen Einsätzen gegen den BVB (23 Minuten) und die Gladbacher „Fohlen“ (60 Minuten nach Einwechslung) hat der 24-Jährige gezeigt, dass er eine Verstärkung sein kann – wenn er richtig eingesetzt wird. Am liebsten spiele er in der Mitte, meint Franco Di Santo. Also dort, wo Nils Petersen seinen angestammten Platz hat. Die Frage ist also: Stürmer Di Santo statt Petersen oder mit Petersen? Beides ist möglich, sagt der Südamerikaner: „Nils und ich verstehen uns natürlich noch nicht blind. Das geht nach so kurzer Zeit auch noch gar nicht. Aber wir sprechen uns oft ab, kommen gut miteinander klar.“

Irgendwie ist es auch schwer vorstellbar, dass man mit Franco Di Santo nicht auskommen kann. Der fröhliche Argentinier kommt gut an bei Werder – trotz gewisser Kommunikationsprobleme. „Witze“, sagt er und grinst wieder dabei, „kann ich im Team ja leider nicht erzählen. Die versteht ja keiner, also lacht auch keiner.“ Außer vielleicht Landsmann Santiago Garcia. Trotzdem bringt Franco Di Santo seine positive Art („So ist mein Charakter“) gut rüber. Sein Weg: „Ich lache einfach viel.“ So wie auf seinem Erinnerungsfoto mit Formel-1-König Michael Schumacher. csa

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