Sonderschichten und Trainer-Lob helfen Lukimya

Mit noch breiterer Brust

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Vorneweg: Assani Lukimya (rechts, mit Clemens Fritz, Levin Öztunali, Anthony Ujah und Aron Johannsson hinter sich) machte der gestrige Laktattest nichts aus. Der Innenverteidiger fühlt sich fitter als in der Vorsaison – und dadurch sicherer.

Bremen - Gleich in der ersten Gruppe musste Assani Lukimya aufs noch vom Regen glitschige Geläuf, mit ihm rannten unter anderem die deutlich jüngeren Levin Öztunali (19), Anthony Ujah und Aron Johannsson (beide 24). Runde um Runde für gut eine Stunde – doch Lukimya lief voran, der gestrige Laktattest machte ihm nichts aus.

„Das finde ich gar nicht schlimm“, erklärte der 29-Jährige: „Man hat dadurch eine Kontrolle über seinen Stand. Ich glaube, dass ich auf einem ganz guten Fitness-Level bin.“ Nach Ansicht seines Trainers untertreibt der Innenverteidiger da jedoch gehörig.

„Er hat die beste Form seines Lebens“, urteilte Viktor Skripnik nämlich erst vor knapp zwei Wochen über den Abwehrspieler. „Das ist natürlich ein Super-Gefühl, wenn er einem so viel Vertrauen ausspricht“, freut sich Lukimya: „Ich weiß aber auch, wie schnell es wieder anders laufen kann. Ich darf jetzt nicht schwächeln.“ Nur zu gut erinnert er sich nämlich an „die Phasen, in denen ich draußen saß.“ Vergangene Saison war er in knapp der Hälfte aller Bundesliga-Spiele nicht erste Wahl. Doch das aktuelle Lob seines Chefcoaches „gibt mir Selbstvertrauen. Da läuft man mit einer breiteren Brust auf.“

Erstaunlich, dass es bei ihm noch breiter geht. Schließlich hatte Lukimya im Sommer noch weiter einer seiner ohnehin schon Respekt einflößenden Gestalt gearbeitet: „Vor der eigentlichen Vorbereitung war ich viel im Fitnessstudio und habe einiges für meine Rumpf- und Rückenmuskulatur getan. Damit hatte ich in der Vergangenheit immer mal wieder meine Probleme.“ Jetzt sind die Beschwerden weg, „und ich fühle mich noch einen Tick besser. Ich bin froh, so gut durch den Sommer gekommen zu sein.“

Mehr Muckis für „Luki“ – das beeindruckte auch Jannik Vestergaard: „Er ist ein Athlet, unglaublich stark und aggressiv in den Zweikämpfen – ein richtig guter Abwehrspieler“, sagte der Däne über seinen aktuellen Partner in der Innenverteidigung: „Es gibt einem Sicherheit, so einen Mann neben sich zu haben.“

Laktattest bei Werder Bremen am Montag

Diese Sicherheit verspürt Lukimya wiederum ebenso mit Vestergaard an seiner Seite: „Jannik bringt alles für einen Top-Verteidiger mit, und ich glaube, wir haben bisher auch nicht schlecht zusammen funktioniert.“ Beim Thema Bestform muss der seit drei Jahren für Werder spielende Ex-Düsseldorfer seinem Trainer jedoch widersprechen: „Ich weiß, dass ich noch Luft nach oben habe.“

Etwa im jüngsten Auftritt bei Hertha BSC. Lukimya ließ in der Defensive zwar nichts anbrennen, warf sich kurz nach der Pause in einen Schuss von Valentin Stocker und verhinderte so das 0:2, „aber dass wir die ersten Minuten der beiden Halbzeiten so verspielen, darf natürlich nicht sein“, monierte der 29-Jährige. Zudem wusste er um die Probleme im Spielaufbau – auch bei sich: „Das war schwierig, aber manchmal kann man nicht etwas erzwingen, was nicht geht: Die Berliner haben sich gut in den Räumen bewegt und nur auf unsere flachen Pässe gewartet, um zu kontern“, verteidigte er die oft langen, hohen Bälle nach vorn. Ansehnlich war das nicht. Doch „Luki“ weiß, woran er arbeiten muss – und er weiß um die Konkurrenz: „Die, die jetzt hinter mir sind, geben weiter alles und warten nur auf ihre Chancen. Die wird der Trainer ihnen geben, denn er ist fair.“ Lukimya ist gewarnt, aber gewappnet.

ck

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