Platz sieben im Hauptsponsoren-Ranking

Mehr Geld – und Ailton bald als Werder-Botschafter?

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Bremen - Mitten im Abstiegskampf tut diese Nachricht den Bremern richtig gut: Was die Einnahmen durch den Hauptsponsor betrifft, kratzt Werder wieder an den Europa-League-Plätzen.

Die Vertragsverlängerung mit Wiesenhof bis 2016 (wir berichteten) lässt die jährliche Einnahme von 5,2 auf 5,7 Millionen Euro steigen, nur sechs Bundesligisten bekommen mehr Geld für ihre Trikotbrust: Bayern, Wolfsburg, Leverkusen, Schalke, Dortmund und der HSV.

„Wir freuen uns sehr, dass wir diese Partnerschaft fortführen. Und wir freuen uns sehr, dass das zu verbesserten Konditionen stattfindet“, sagt Klaus Filbry. Der Werder-Boss, in der dreiköpfigen Geschäftsführung für die Finanzen zuständig, könnte sich nun zufrieden zurücklehnen. Zuvor hatte er die Verträge mit Topsponsor VW und Ausrüster Nike langfristig verlängert – mit Steigerungen. Doch Filbry hat schon den nächsten Sponsoren-Abschluss im Blick. Wer es wird, verrät er nicht. Die Einnahme sei auch wesentlich kleiner, aber das Unternehmen wegen seiner Größe interessant. Insgesamt ist Filbry stolz: „Obwohl der sportliche Erfolg seit drei Jahren nicht so da ist, wird Werder immer noch als gute Werbeplattform betrachtet.“

Wie im Fall Wiesenhof, dem durchaus umstrittenen Geflügelproduzenten aus dem Südoldenburgischen. Bei der Bekanntgabe des Sponsorings im Sommer 2012 war ein Sturm der Entrüstung losgebrochen. Doch der legte sich relativ schnell. „Wir hatten Austritte“, bestätigt Filbry, aber die jährliche Fluktuation an Mitgliedern habe sich kaum verändert. Etwa 300 bis 400 Austritte seien auf den neuen Werbepartner zurückzuführen. Bei mehr als 40 000 Mitgliedern nicht wirklich viel. Ähnlich verhalte es sich bei den Trikotverkäufen. Man habe die ersten drei Saisonmonate 2012 (mit Wiesenhof) mit den ersten drei Saisonmonaten 2011 (ohne Wiesenhof) verglichen und dabei eine Steigerung von 13 Prozent festgestellt. Inzwischen sei der Verkauf rückläufig, aber das liege eher an der sportlichen Situation, behauptet Filbry, der keine Angst vor Protesten hat: „Sicher wird es Menschen geben, die sich beschweren, aber damit gehen wir genau so konstruktiv um wie in den vergangenen beiden Jahren.“

Für Wiesenhof habe sich das Engagement gelohnt, findet der Werder-Boss: „Das Unternehmen wollte eine Versachlichung der Debatte, diese Versachlichung hat stattgefunden.“

Bisher hat Wiesenhof zurückhaltend mit Werder geworben, doch das soll sich ändern. Auch durch Ailton. Die Werder-Ikone ist das neue Werbegesicht des Geflügel-Giganten – speziell für die Grillsaison, die rund um die WM in Ailtons Heimat Brasilien ihren Höhepunkt erreicht. „Vielleicht können wir diese Verbindung für Werder nutzen“, sagt Filbry und bringt Ailton damit als Werder-Botschafter ins Gespräch. · kni

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