Anfragen aus der Türkei verpuffen

Mehmet Ekici will nicht weg

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Mehmet Ekici

Bremen - Die Gerüchte um Mehmet Ekici schossen einigermaßen wild durch die Fußball-Portale der Internetwelt. Besiktas, Galatasaray, Fenerbahce – einfach alle Istanbuler Spitzenclubs seien hinter dem Bremer Edelreservisten her, hieß es.

Trabzonspor, der Club aus der Provinz, würde gar drei Millionen Euro Ablöse bieten. Wahrheitsgehalt? „Da ist bestimmt was dran“, grinste Ekici gestern, fühlte sich aber nicht verpflichtet, detaillierte Aufklärung zu betreiben. Ob er mit Clubs – und wenn ja, mit welchen – gesprochen hat, verriet er nicht. Den Wechselspekulationen drehte er insgesamt aber den Saft ab. Denn Ekici will sich bis heute, 18.00 Uhr, gar nicht transferieren lassen. „Im Winter ist es schwierig. Ich denke nicht, dass da noch etwas passiert“, sagte er gegenüber dieser Zeitung: „So ein Wechsel will gut durchdacht sein, das geht nicht von heute auf morgen.“

Eine Hauruck-Aktion wäre es aus Sicht von Werder Bremen allerdings nicht, den türkischen Nationalspieler abzugeben. Denn den Plan, einen der letzten Großverdiener von der Gehaltsliste zu bekommen, gibt es schon lange. Zu überschaubar sind Ekicis Gegenleistungen. In der aktuellen Saison erzielte er bislang nur einen Treffer – es war das Tor zum 1:0-Sieg über den FC Augsburg am zweiten Spieltag. Wenn Werder heute zum Rückspiel aufbricht, wird Ekici mal wieder fehlen. Immer noch schmerzt der geprellte Fuß. Weshalb Trainer Robin Dutt gestern die Spekulation, Ekici sei bereits in die Türkei gereist, mit Leichtigkeit entkräften konnte: „Er befindet sich aktuell auf dem Behandlungstisch, nicht am Verhandlungstisch.“

Ohnehin habe sich bis gestern kein Club bei Werder gemeldet, sagte Sportchef Thomas Eichin: „Es gibt keine Anfrage.“ Nicht aus Istanbul, nicht aus Trabzon oder aus einem anderen Winkel der Türkei.

Der Grund dafür ist wahrscheinlich Ekici selbst. Möglich, dass er alle Interessenten abblitzen lässt, weil sein 2011 geschlossener Vertrag Vertrag in Bremen so gut ausgestattet ist. „Ich entscheide, was passiert“, sagte er also – und es hörte sich nicht so an, als habe er einen sonderlich ausgeprägten Wechselwillen. · csa

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