Mehmet Ekici über seine ersten Tage bei Trabzonspor und den herzlichen Abschied

„Auch hier wird mir nichts geschenkt“

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„Die Leute freuen sich, dass ich da bin“, sagt Mehmet Ekici über seinen neuen Club.

Trabzonspor - Bei den letzten Gesprächsversuchen in Bremen war Mehmet Ekici zwar freundlich, aber nur kurz angebunden. Über seine ungewisse Zukunft mochte der 24-Jährige nicht reden, schon gar nicht darüber, dass ihn Werder nach drei Jahren loswerden wollte. Nun ist das anders, Ekici am Telefon bestens gelaunt. Gerne spricht der Mittelfeldspieler über seinen neuen Club Trabzonspor, der den Deutsch-Türken Anfang der Woche für 1,5 Millionen Euro in die Süper Lig holte.

Herr Ekici, wie sind die ersten Eindrücke von Trabzon?

Mehmet Ekici: Es passt alles. die Stadt ist super schön, liegt direkt am Schwarzen Meer. Die Teamkollegen sind nett, einige kenne ich schon, wie zum Beispiel Deniz Yilmaz, mit dem ich zusammen beim FC Bayern gespielt habe. Der Trainer (Vahid Halilhodzic, d. Red.) ist auch sehr gut – ich fühle mich sehr wohl.

Warum haben Sie sich für Trabzonspor und die türkische Liga entschieden?

Ekici: Die Bemühungen des Clubs waren gewaltig. Der Trainer wollte mich unbedingt haben. Und ich wollte einen Neuanfang. Ich war lange in der Bundesliga, jetzt freue ich mich auf eine neue Liga.

Sie sind in München geboren und aufgewachsen, haben immer in Deutschland gespielt, sind aber türkischer Nationalspieler. Wie ist es, als Deutsch-Türke nach Trabzon zu kommen?

Ekici: Ganz normal, es gibt keine Schwierigkeiten, ich beherrsche ja die Sprache. Die Wertschätzung hier ist sehr groß. Die Leute freuen sich, dass ich da bin. Das tut natürlich gut – und das will ich zurückzahlen.

Auf welcher Position sind Sie eingeplant?

Ekici: Im Mittelfeld – auf der Zehn, der Acht oder auch der Sechs. Der Trainer hat sich noch nicht auf ein System festgelegt. Für mich ist sowieso erst einmal wichtig, dass ich wieder spiele.

Warum hat es mit Ihnen bei Werder nicht geklappt?

Ekici: Ich weiß es nicht. Ich kann nur sagen: Ich habe mein Bestes gegeben und habe deshalb jetzt auch kein schlechtes Gewissen. Es bringt nichts, nach hinten zu schauen.

Robin Dutt hat von einem guten Abschlussgespräch mit Ihnen berichtet.

Ekici: Das stimmt. Wir haben uns im Guten verabschiedet. Ich denke, wir werden in Kontakt bleiben.

Robin Dutt hat gesagt, dass er und Sie aus dem vergangenen Jahr lernen müssten. Was nehmen Sie mit?

Ekici: Dass Rückschläge zum Profifußball einfach dazu gehören. Die beiden letzten Jahre waren nicht einfach für mich. Aber ich habe Geduld bewiesen, das musste ich allerdings erst lernen. Jetzt schaue ich nach vorne. Ich will mich weiterentwickeln. Ich weiß doch: Auch hier wird mir nichts geschenkt.

Es gibt nicht wenige Werder-Fans, die Ihren Abschied begrüßen, weil Sie von Ihren Leistungen enttäuscht sind. Schmerzt das?

Ekici: Ich habe auch andere Meinungen gehört und weiß das schon ganz gut einzuordnen.

Was werden Sie am meisten vermissen?

Ekici: Die Jungs, mit denen ich zum Teil drei Jahre lang zusammengespielt habe. Wir haben echt einiges erlebt. Der Abschied war sehr herzlich, ich habe tolle Anrufe und SMS bekommen.

Was trauen Sie Werder zu?

Ekici: Eine erfolgreiche Saison. Werder hat eine gute Mannschaft, das ist ein super Verein.

Was haben Sie mit Trabzonspor vor?

Ekici: Einiges. Das ist wirklich ein großer Club und für mich ein neues Kapitel. Aber bevor ich über genaue Ziele spreche, möchte ich erst einmal ein paar Wochen hier sein.

kni

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