Nur der Medizincheck steht noch aus

Heute unterschreibt Johannsson

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Aron Johannsson bejubelt seine Tore bald im Werder-Trikot.

Bremen - Was noch fehlt, ist der Medizincheck. Ansonsten ist der Transfer von Aron Johannsson zu Werder Bremen perfekt. Gestern einigte sich der Fußball-Bundesligist mit dem abgebenden AZ Alkmaar auf eine Ablösesumme, die Minimum etwas mehr als vier Millionen Euro beträgt und im Erfolgsfall auf etwas weniger als fünf Millionen Euro steigen kann.

Torjäger Johannsson soll heute einen Vierjahresvertrag bei Werder unterschreiben. Der Nachfolger für Franco Di Santo (jetzt Schalke 04) ist damit gefunden.

Für Aron Johannsson war die Sache – Medinzincheck hin oder her – schon gestern am frühen Nachmittag klar. „Es ist wunderbar, diesen Schritt zu tun“, sagte er im niederländischen Fernsehen über seinen Wechsel zu Werder. Alkmaar nach zwei Jahren zu verlassen, sei für ihn „eine einfache Entscheidung“ gewesen: „Ich will natürlich in einem stärkeren Team in einer stärkeren Liga spielen.“

Dafür verzichtet er auf die Chance, mit AZ Alkmaar in die Europa League einzuziehen. Die Reise zum Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde bei Istanbul Basaksehir (Hinspiel 2:0) machte er gestern schon nicht mehr mit. Sein Ziel hieß Bremen. Am Abend wurde der US-Nationalspieler (zwölf Einsätze, drei Tore) in der Hansestadt erwartet. Der Medizincheck soll heute Vormittag durchgeführt werden, vermutlich wird Johannsson direkt im Anschluss um 10.00 Uhr, spätestens aber um 15.00 Uhr, das erste Mal mit seinem neuen Team trainieren. Und am Samstag könnte er schon zum Kader für das DFB-Pokalspiel bei den Würzburger Kickers gehören. Wegen seiner Teilnahme am Gold-Cup (Nord- und Mittelamerikameisterschaft) im Juli ist er schon voll im Wettkampfmodus. „Ich kann es überhaupt nicht abwarten, loszulegen“, sagte der 24-Jährige vor seiner Abreise aus Alkmaar.

AZ-Manager Ernie Stewart lässt den 24-Jährigen gerne ziehen – denn die Ablöse stimmt aus seiner Sicht. „Es ist ein ausgezeichneter Deal für uns. Werder hat unsere Forderungen erfüllt“, erklärte der 46-Jährige. Fünf Millionen Euro hatte er für Stürmer Johannsson verlangt, Werder hatte ursprünglich vier Millionen geboten. Dass sich beide Parteien letztlich irgendwo in der Mitte trafen, ist logisch. Jetzt muss Johannsson noch zeigen, dass er das Geld wert ist. Mit Toren.

Das ist Aron Johannsson

In Bremen stand der in Island aufgewachsene Angreifer schon lange weit oben auf der Wunschliste. Der Masterplan sah so aus: Vertragsverlängerung mit Franco Di Santo in 2015, Verkauf in 2016 für viel Geld und Johannsson-Kauf für wenig Geld. Hat nicht ganz geklappt, die Realität hat die Pläne überholt. Aktuell wurde auch über bundesliga-erfahrene Alternativen nachgedacht – die Wahl fiel trotzdem auf den in Island, Dänemark und den Niederlanden ausgebildeten Johannsson.

Wieso? Weshalb? Geschäftsführer Thomas Eichin und Sportdirektor Rouven Schröder schwiegen sich darüber gestern noch aus. Alle Rolläden blieben unten, erst wenn heute der Vertrag unterschrieben ist, werden auch die Bremer konkret reden. „Noch ist nichts definitiv“, teilte Schröder am Abend mit Blick auf den noch ausstehenden Medizincheck mit. Doch zu dem Zeitpunkt hatten Aron Johannsson und Ernie Stewart schon alles gesagt. „Die sind eben“, meinte Schröder, „forscher als wir“. csa

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