Nach nur einem halben Jahr in Bremen steht der Wechsel ins Fürstentum bevor

Medizincheck in Monaco: Wolf vor dem Absprung

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Überraschender Wechsel: Andreas Wolf zieht es zum französischen Zweitligisten AS Monaco.

Bremen - Winterschlussverkauf bei Werder: Nach Sandro Wagner (zum 1. FC Kaiserslautern) geht nun auch Andreas Wolf. Der Innenverteidiger steht unmittelbar vor einem Wechsel zum AS Monaco. Während sich die Werder-Verantwortlichen mit Hinweis auf „interne Absprachen“ weitgehend in Schweigen hüllten, bestätigte Wolfs Management, dass der 29-Jährige gestern bereits den Medizincheck bei dem französischen Zweitligisten absolvierte.

Folglich ist er sich mit dem einstmals glamourösen Club von der Cote d‘Azur schon einig, die Ablösesumme ist dagegen noch nicht fixiert.

„Warten wir mal die nächsten ein, zwei Tage ab“, sagte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs und verweigerte weitere Kommentare zum Thema: „So sind in diesem Fall die Spielregeln.“

Dass Andreas Wolf, der erst vor einem halben Jahr ablösefrei und als Notnagel für die Innenverteidigung vom 1. FC Nürnberg kam, überhaupt mit den Monegassen verhandeln darf, hängt wiederum mit den Bremer Spielregeln zusammen. Sie lauten: Wer sportlich entbehrbar ist, kann bei einem entsprechenden Angebot gehen. Beide Kriterien scheinen erfüllt.

Zwar kam Andreas Wolf in der Hinrunde mit 15 Einsätzen auf die Quote eines Stammspielers. Doch dass er sich den Ruf eines Unverzichtbaren erworben hat, kann nicht behauptet werden. Mit einer 3,93 im Kreiszeitungs-Notenschnitt kam er im Werder-Ranking auf den drittletzten Platz. Und die Situation des sympathischen und charakterstarken Abwehrspielers hat sich in der Vorbereitung auf die Rückrunde weiter verschlechtert. Zum einen ist er aktuell nicht einsatzfähig, laboriert an einer Wadenverletzung. Zum anderen setzte Trainer Thomas Schaaf in den Testspielen auf eine Innenverteidigung mit Sebastian Prödl (der einen Wechsel zu Lazio Rom noch im Winter längst zu den Akten gelegt hat) und Sokratis. Nach Naldos Genesung könnten es Naldo/Sokratis oder Naldo/Prödl werden – jede Kombination mit Mikael Silvestre in der Hinterhand. Bei vier verfügbaren Innenverteidigern wird Wolf, der im Sommer die damals akute Personalnot linderte, nicht mehr zwingend benötigt.

Diese Rechnung geht aber nur auf, wenn Naldos Außenbandreizung im Knie nicht zum Dauerproblem wird. Doch damit rechnet Klaus Allofs nicht: „Ich gehe davon aus, dass er uns schnell wieder zur Verfügung steht. Und wenn ich schnell sage, denke ich an nächste Woche.“

Dann wird Andreas Wolf aller Voraussicht nach schon das Trikot des AS Monaco tragen. Und in der zweiten französischen Liga gegen den Abstieg kämpfen. Derzeit ist der Club aus dem kleinen Fürstentum Drittletzter. Nach dem Abstieg aus der Ligue 1 im Sommer droht der freie Fall. Doch der russische Geschäftsmann Dmitri Rybolowlew (laut Forbes-Liste mit sieben Milliarden Euro auf Platz 93 der reichsten Menschen der Welt) will den Champions-League-Finalisten von 2004 wieder flottmachen. Im vergangenen Dezember übernahm er die Kontrolle über den Club und will in den kommenden vier Jahren 100 Millionen Euro investieren.

Ein paar Hunderttausend werden schon mal für Wolf fällig. Dessen Vertrag in Bremen läuft zwar noch bis 2013 (plus Option auf eine weitere Saison), mehr als eine Million Euro wird für ihn aber kaum zu erlösen sein. Für Werder wäre das – wenn auch in bescheidenen Dimensionen – immer noch ein lukratives Geschäft. · csa

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