Medizincheck bestanden, Pressekonferenz angesetzt

Alles klar mit Hajrovic! Heute wird er Bremer

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Hier noch im bosnischen Dress (im WM-Spiel gegen Argentiniens Marcos Rojo, rechts), ab heute im Werder-Trikot: Izet Hajrovic (am Ball) soll am Mittag als Bremer Neuzugang vorgestellt werden.

Bremen - Lange hielt sich Werder mit öffentlichen Äußerungen zu einer Verpflichtung von Izet Hajrovic zurück, heute schafft der Bundesligist Fakten: Der bosnische Nationalspieler wird am Mittag auf einer Pressekonferenz als Neuzugang vorgestellt. Der 22-jährige Stürmer hat nach Informationen dieser Zeitung gestern in Bremen seinen Medizincheck bestanden. Es wäre ein echter Transfercoup, denn Hajrovic kostet wahrscheinlich keine Ablöse.

Der Konjunktiv hat einen Grund: Hajrovic befindet sich mit seinem Noch-Club Galatasaray Istanbul im Rechtsstreit. Die Türken, die ihn im Winter für eine Ablöse von 3,5 Millionen Euro von Grasshoppers Zürich verpflichtet hatten, sollen ihm monatelang kein Gehalt bezahlt haben. Hajrovic klagte daraufhin bei der Fifa und bekam erstmal Recht sowie eine vorläufige Spielgenehmigung. Doch dagegen wird Galatasaray sehr wahrscheinlich Einspruch einlegen. Denn zu verschenken hat der türkische Erstligist nichts.

Und schon gar nicht einen Hajrovic. Der WM-Teilnehmer (zwei Spiele/kein Tor) gilt als Riesentalent. „Er besitzt absolutes Bundesliga-Niveau. Werder darf sich freuen, wenn es klappt“, urteilt zum Beispiel Michael Skibbe, der den Offensiv-Allrounder in der Hinrunde der abgelaufenen Saison in Zürich unter seinen Fittichen hatte. Hajrovic sei ein „Mann mit großem Offensivpotenzial, dribbelstark, schnell und sowohl in der Vorarbeit als auch im eigenen Abschluss gefährlich“.

Auch sein Entdecker Ciriaco Sforza, der Hajrovic in Zürich von der zweiten Mannschaft zu den Profis befördert hatte, traut ihm den Durchbruch zu: „Izet ist ein Linksfuß, kann außen und auf der Zehn spielen.“ Ähnlich sieht es Skibbe: „Von rechts zieht er oft nach innen und schließt dann mit seinem sehr starken linken Fuß ab.“

Allerdings habe der Techniker auch Defizite – etwa im taktischen Bereich, berichtet Sforza. Zudem müsse der Bosnier seine Emotionen besser kontrollieren: „Vom Typ her ist er einer, der schnell unzufrieden ist – oft nahe dran an der Roten Karte.“ Mit der Integration in Bremen sollte es hingegen keine Probleme geben: Der im schweizerischen Brugg geborene Profi spricht fließend Deutsch. „Izet findet sich in neuer Umgebung sicher gut zurecht“, sagt Skibbe.

In der Türkei war das ganz anders. Dort fühlte sich Hajrovic überhaupt nicht wohl. Galatasaray war auch nicht seine erste Wahl gewesen, doch die Türken boten die höchste Ablöse – und deshalb stimmten die Grasshoppers nur diesem Transfer zu.

Warum es nun bei Werder alles besser werden soll, kann Hajrovic heute persönlich erklären – um 12.30 Uhr im Medienraum des Weserstadions, wo er offiziell von Sportchef Thomas Eichin als Neuzugang vorgestellt wird.

kni/ck

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