Nach Johannes hat auch Maximilian verlängert

Eggestein: „Wir können gemeinsam wachsen“

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Erst Johannes (l.), dann Maximilian – die Eggestein-Brüder haben ihre Zukunft beide an Werder Bremen geknüpft.

Bremen – „Maxi bleibt“– in großen Lettern steht die Botschaft auf den beiden Bildschirmen im Medienraum des Weserstadions. Es ist der Versuch einer kleinen Inszenierung für eine überhaupt nicht kleine Nachricht.

Denn „Maxi“ – gemeint ist natürlich Maximilian Eggestein – ist mittlerweile ein Großer der Branche. Und dass er sich entschieden hat, seiner Karriere nicht bei einem der Gala-Clubs der Liga (besonders Borussia Dortmund war Interesse nachgesagt worden) einen neuen Kick zu geben, sondern weiter auf Werder zu bauen, dürfen die Bremer als großen Erfolg für sich werten. „Werder und ich – wir können gemeinsam wachsen und beide davon profitieren“, fasste der 22-Jährige seine Entscheidung zusammen.

Ausstiegsklausel? Eggestein verrät nichts zum Vertrag

Sollte die Symbiose zwischen ihm und dem Verein wirklich der ausschlaggebende Grund gewesen sein, dann hätte Maximilian Eggestein eine sehr reife, eine sehr erwachsene Entscheidung gefällt. Aber ein paar Fragen bleiben – wie immer in solchen Fällen – offen. Die Anzahl der Jahre, die auf den ursprünglich noch bis 2020 datierten Vertrag gepackt wurden, bleibt geheim. Ebenso ob Eggestein eine Ausstiegsklausel besitzt. Entsprechende Nachfragen bei einer Medienrunde scheinen ihm unangenehm und bleiben unbeantwortet.

„Keine Angaben zu Vertragsinhalten“, sagt er mit einem Lächeln, das einerseits um Verzeihung für die Floskel bittet, andererseits aber auch verrät, das vermutlich etwas dran ist an der Vermutung, dass er sich Ausstiegsmöglichkeiten in den Vertrag hat schreiben lassen. Dazu passt auch diese Aussage des angehenden Nationalspielers: „Man kann im Fußball Situationen nur von Jahr zu Jahr beurteilen. Man kann nicht sagen: Ich bleibe so oder so lange, wenn das oder das passiert. Für mich ist es jedenfalls kein Muss, dass wir international spielen.“

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Doch vorerst gilt: Eggestein und Eggestein spielen weiter für Werder. Denn zwei Tage vor Maximilian hatte auch Johannes (20) einen neuen Vertrag bei Werder unterschrieben. Obwohl beide natürlich die Wahl des anderen kannten, wollten sie jeweils für sich allein die persönliche Entscheidung verkünden. Denn diese Bruder-Geschichte hat Grenzen, sagt Maximilian: „Wir möchten, dass wir nicht immer zusammen angesehen werden. Wir sind zwei Spieler, es geht nicht immer im Doppelpack. Deswegen haben wir das ein bisschen verteilt.“ Vielleicht steckte aber auch der Verein dahinter – von wegen doppelte Aufmerksamkeit.

Maximilian Eggestein ist nun erstmal froh, dass sich das Thema Vertragsverlängerung erledigt hat. „Es hat sich schon ziemlich gezogen. Und zum Schluss war es nervig, gefragt zu werden, aber nichts antworten zu können“, gibt er zu.

Fotostrecke: Jede Menge Autogrammjäger und Action beim Werder-Training am Mittwoch

Werder-Training am Mittwochnachmittag.
Werder-Training am Mittwochnachmittag. © gumzmedia
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Eggestein knüpft Zukunft auch an Kohfeldt

Dabei hat die Entscheidungsfindung bei ihm gar nicht so lange gedauert. Im Februar/März habe er überhaupt erst angefangen, sich ernsthaft mit dem Thema zu beschäftigen. „Die Entscheidung ist mir auch nicht schwer gefallen. Natürlich macht man sich über andere Möglichkeiten Gedanken. Aber ich bin den Weg mit Werder schon einige Jahren gegangen und sehe hier eine sehr positive Entwicklung.“

Die sehr viel mit Trainer Florian Kohfeldt zu tun hat. Mit ihm hat Maxi Eggestein bereits in der Jugend zusammengearbeitet, an ihn knüpft er nun zum Teil auch seine Zukunft: „Jeder weiß, dass Florian und ich uns schon lange kennen. Er hat mir immer das Vertrauen geschenkt, und ich habe versucht, das Vertrauen zurückzugeben. Er hat nie versucht, mich (beim Vertragsthema, d. Red.) in eine Richtung zu drängen, sondern hat mir aufgezeigt, was der Verein erreichen will und welche Rolle ich dabei spielen soll. Das hat mich überzeugt.“

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Kohfeldt wiederum formuliert im Gespräch mit „werder.de“ eine Wertschätzung für Maxi Eggestein, wie sie selten ist. „In seinen Leistungen fällt er nie unter ein gewisses Basis-Niveau. Das ist überragend für einen jungen Spieler. Geht man von 100 Prozent als Messlatte aus, fällt Maxi nie unter 90 Prozent. Er macht kaum Fehler, selbst wenn man sich die Spiele im Nachgang anguckt muss man nach einem Stellungsfehler suchen“, sagt der 36-Jährige. Logisch, dass er an einen Spieler dieser Kategorie auch spezielle Erwartungen hat. „Der nächste Schritt wird sein, seine Mitspieler besser zu machen – auf dem Platz und in der Kabine, vor und nach dem Spiel. Das traue ich ihm alles zu. Dafür ist Werder der richtige Platz.“

Im Grunde sind es Anforderungen an einen Kapitän, die Kohfeldt nennt. Nicht auszuschließen, dass Maxi Eggestein dieses Amt auch mal ausfüllen wird bei Werder. Noch trägt aber Max Kruse die Binde – aber um sagen zu können, dass das so bleibt, fehlt noch seine Unterschrift unter einen neuen Vertrag. Der aktuelle endet am Saisonende. Wenn auch der 31-Jährige unterschrieben haben sollte, kann Werder im Medienraum wieder die Bildschirme anschalten und einfach nur das „i“ löschen. „Max bleibt“ – das ist die News, die nach dem Eggestein-Doppelpack noch fehlt.

Quelle: DeichStube

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