Werder-Kapitän spricht über seine Zukunft

Kruses Bedingung für neuen Vertrag: Erfolg!

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Max Kruse fühlt sich bei Werder Bremen wohl.

Bremen - Bei Erfolg Vertragsverlängerung – so simpel sieht offenbar der Plan von Max Kruse aus. Im Interview mit dem „kicker“ erklärte der Kapitän des SV Werder, dass er seine Entscheidung, den 2019 auslaufenden Vertrag zu verlängern, vor allem von der sportlichen Entwicklung der Mannschaft abhängig macht.

„Ich lasse die Dinge auf mich zukommen. Klar ist: Ich fühle mich in Bremen total wohl. Und wenn das mit dem nötigen Erfolg gepaart ist, wird man sich sicher zusammensetzen und eine Lösung finden“, sagte Kruse.

Das liest sich beinahe schon verbindlich – so, als müsse Werder in der Tabelle nur weiter nach oben klettern, damit Kruse seinen Spaß am Club und an der Aufgabe in Bremen behält. Einen Gehaltspoker mit Sportchef Frank Baumann würde der 30-Jährige im Falle eines Falles übrigens nicht führen wollen. Kruse: „Im Vordergrund steht für mich nicht mehr das Geld, sondern der Spaß am Fußball und der Wohlfühlfaktor.“ Wenn beides gegeben sei, könne „man auf das eine oder andere auch verzichten“.

„Intern waren wir uns früh einig“

Kruse hatte erst vor wenigen Tagen Spekulationen um einen Wechsel noch in diesem Sommer mit einem klaren Bekenntnis zu Werder beendet. Kurz darauf erfolgte seine Ernennung zum Kapitän. Obwohl Coach Florian Kohfeldt das Bekenntnis zur Voraussetzung für die Übernahme der Spielführerbinde gemacht hat, beteuert Kruse, dass er sowieso nie an etwas anderes als Werder gedacht habe: „Intern waren wir uns früh einig. Es gab nie einen Zweifel daran, dass ich bleiben will.“ Öffentlich gesagt hat er das aber erst, als es nicht mehr anders ging. Er habe sich eben „nicht genötigt gefühlt, während meines Urlaubs Stellung zu beziehen“.

Typisch Kruse. So geisterten die Gerüchte, er könne/würde bei einem Top-Angebot sofort verlassen, munter durchs Sommerloch. Und ganz falsch waren sie gar nicht. Wirklich richtig jedoch auch nicht, wie Kruse nun klarstellt: „Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass ich mir keine Gedanken gemacht hätte, wenn ein richtig großer Champions-League-Verein gekommen wäre. Das ist doch legitim. Aber zu irgendeinem Verein zu gehen, der nicht zu den acht bis zehn besten in Europa gehört, kam für mich überhaupt nicht infrage.“ Heißt also: Nur Vereine wie Real Madrid, FC Barcelona, Manchester City oder Paris St. Germain hätten Werder gefährlich werden können. Wenn sie denn wegen Kruse angefragt hätten.

Kruse hat noch einige Jahre vor sich

Falls er Werder überhaupt noch mal verlassen sollte, um irgendwo anders Fußball zu spielen, dann wohl nicht mehr bei einem anderen Bundesligisten. „Höchstwahrscheinlich werde ich nicht mehr innerhalb der Liga wechseln. Aber ausschließen kann ich gar nichts“, sagt der Ex-Nationalspieler, der zuletzt schon öffentlich über seinen USA-Traum gesprochen hatte. Dort irgendwann die Karriere ausklingen zu lassen, ist eine Möglichkeit, die Max Kruse sympathisch erscheint. Aber wann das sein wird, ist völlig offen. Kruse: „Wenn ich Claudio Pizarro sehe, habe ich ja noch mindestens neun Profijahre vor mir.“

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Quelle: DeichStube

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