Offensiv-Duo wie einst Micoud und Ailton

Kruse und Rashica: Das neue Traumpaar

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Zwei, die sich gefunden haben: Max Kruse (l.) und Milot Rashica.

Bremen – Es war die vierte Minute der Nachspielzeit im Match gegen Schalke. Kevin Möhwald passte, Martin Harnik verwandelte und Werder feierte das 4:2 – die Entscheidung, der sichere Sieg. Aber was dieses Tor im Rückblick zu einem besonderen Tor macht, hat mit all dem eigentlich nichts zu tun.

Sondern: Es ist der einzige der letzten zehn Bremer Treffer, der komplett ohne das Zutun von Max Kruse und Milot Rashica zustande gekommen ist. Ansonsten hat das Duo immer seine Füße im Spiel gehabt – entweder als Vorlagengeber oder als Vollstrecker. Oder sogar beides. Kruse und Rashica haben in den zurückliegenden Wochen zu einem beinahe schon perfekten Zusammenspiel gefunden. Geprägt von blindem Verständnis und hoher Effizienz. Zusammen sind sie so etwas wie die Walze, die Werder den Weg ins internationale Geschäft planiert. Möglich, dass Bremen gerade nicht nur die Renaissance alter, erfolgreicher Zeiten erlebt, sondern auch die Geburt eines neuen offensiven Traumpaares.

Die aktuellen Zahlen sind in der Tat überragend. Vier der zehn Tore waren direkte Co-Produktionen der beiden – also Vorlage Kruse, Tor Rashica. Und umgekehrt. Das 3:1 gegen Mainz lieferte gleich zwei Kostproben der sich dem Perfektionismus annähernden Zusammenarbeit. Beim 1:0 schickte der kluge Kruse den schnellen Rashica auf die Reise, beim 3:1 bediente der schnelle Rashica den klugen Kruse.

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Fotostrecke: Ein Tor Rashica, zwei Tore Kruse, drei Punkte Werder

Werder Bremen gegen Mainz 05
Werder Bremen gegen Mainz 05 © dpa
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„Weiterer Unterschiedsspieler“: Baumann freut Rashicas Entwicklung

„Sie haben im Verlauf der Saison ein immer besseres Verständnis füreinander entwickelt, legen sich immer häufiger die Bälle gegenseitig auf“, schwärmt Sportchef Frank Baumann, der den größeren Entwicklungssprung natürlich bei Rashica sieht: „Es ist schön, dass nicht mehr alles nur auf Max fokussiert ist, sondern wir in Milot einen weiteren Unterschiedsspieler haben.“

Wieso aber funktioniert der Kosovare so gut als Kruses Kompagnon? Mitspieler Harnik, gegen Mainz nicht gerade vom Glück geküsst, hat keine schlüssige Erklärung, bestaunt aber deren Durchschlagskraft: „Sie sind eigentlich total unterschiedlich, harmonieren aber unglaublich gut zusammen.“ Für Trainer Florian Kohfeldt ist das Erfolgsgeheimnis dagegen gar keines. Er sagt es so: „Es soll sich nicht blöd anhören, aber eigentlich muss Milot nur laufen, die anderen spielen ihm die Bälle schon rein. Der richtige Lauf ist aber nicht immer so einfach. Da haben sie zusammen ein gutes Timing gefunden.“

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Die anderen – das ist vor allem Kruse. Dessen Pässe haben eine Qualität, die Kohfeldt „schon sehr nahe an Weltklasse“ rückt. Wie vor dem 1:0 gegen Mainz nach nur 145 Sekunden. Und Rashica weiß nur zu gut, dass diese Pässe für ihn so etwas sind wie die fußballerische Nabelschnur, durch die er ernährt wird: „Ich kenne Max’ Qualitäten und ich weiß, dass er den Ball halten und den letzten Pass spielen kann. Ich versuche immer, den Lauf zu machen, und bis jetzt klappt es ganz gut. Wir haben einen guten Draht zueinander. Ich hoffe, dass es so weitergeht.“ Das hoffen alle bei Werder, inklusive Kohfeldt: „Es hat ein bisschen gedauert, bis Max und Milot wussten, was sie voneinander haben. Jetzt funktioniert es aber sehr gut – Max mit seinem Auge und Milot mit seinen Läufen.“

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Das Rezept, das Kruse und Rashica gemeinsam so erfolgreich macht, wird vielen Bremern bekannt vorkommen. 15 Jahre ist es her, dass ein gewisser Johan Micoud einen gewissen Ailton mit Pässen und Vorlagen fütterte. Was Werder das Double einbrachte und dem Brasilianer, der meistens auch nur laufen (und treffen) musste, die Torjägerkanone. Davon ist Rashica zwar noch weit entfernt, doch mit sieben Rückrundentreffern gehört der 22-Jährige eindeutig zur Spitzengruppe der Liga. Nur Robert Lewandowski (FC Bayern/9) und Andrej Kramaric (1899 Hoffenheim/8) haben seit Jahresbeginn häufiger getroffen. Max Kruse steht im gleichen Zeitraum bei sechs Treffern – alle in den vergangenen vier Partien erzielt.

Quelle: DeichStube

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