Blumen für den Käpitän

Kruse-Abschied: Mehr höflich als herzlich

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Werder-Kapitän Max Kruse wurde gegen RB Leipzig offiziell verabschiedet.

Bremen - Das war er also. Sein letzter Auftritt als Werder-Profi im Weserstadion. Mitspielen konnte Max Kruse beim Saisonfinale gegen RB Leipzig zwar nicht - im Mittelpunkt stand er vor der Partie am Samstagnachmittag aber trotzdem, weil Werder seinen Kapitän offiziell verabschiedete.

Höflich ging sie vonstatten, die kleine Prozedur nahe der Außenlinie, mit netten Worten und Blumenstrauß. Besonders herzlich wirkte sie nicht. 

Als Stadionsprecher Arnd Zeigler Kruse via Mikrofon für die vergangenen drei Jahre dankte, da gab es Pfiffe aus dem Rund. Allerdings nur vereinzelt. Schnell gingen sie im angemessenen Applaus unter. Euphorischer oder gar wehmütig wurde es im Stadion aber nicht.  

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Maxi Eggestein über Kruse-Abgang: „Wir werden das auffangen“

Kruse geht. Das ist schade, weil vor allem sportlich sehr schmerzhaft. Aber irgendwie wollte während der Verabschiedung nicht der Eindruck entstehen, dass die Fans sich gerade von einem Liebling trennen. Kruse selbst nahm die Blumen entgegen, winkte. Ging vom Platz. War weg. Dann begann das Spiel, dann begannen andere Themen.

Werders Profis äußerten sich nach dem Schlusspfiff nüchtern zum Abgang ihres Anführers. „Es ist traurig, weil wir unseren Kapitän verlieren, aber wir werden das auffangen“, sagte Maximilian Eggestein, der, genau wie seine Kollegen, am Donnerstagabend von Kruse über das Ende der Verhandlungen zwischen Spieler und Verein informiert worden war. 

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„Einen Spieler wie Max kann man nicht eins-zu-eins ersetzen“, betonte Eggestein, „da müssen viele mehr Verantwortung übernehmen.“ Sich selbst schließt er da ein. Niklas Moisander sagte: „Wir werden Max vermissen. Ich glaube aber, dass gute Spieler dazukommen werden und dass wir Europa im nächsten Jahr schaffen können.“

Trainer Florian Kohfeldt hatte sich nach eigener Aussage kurz vor dem Abpfiff von Kruse, der während des Spiels mit im Innenraum gesessen hatte, verabschiedet. „Ich habe mich bei ihm bedankt, und er hat auch Danke gesagt“, berichtete Kohfeldt. Dann sagte er noch über den Abschied seines Kapitäns: „Ich sehe darin eine große Chance für uns und habe nicht die Sorge, dass uns das zurückwirft.“

Quelle: DeichStube

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