Wie Werder-Boss Allofs in die Euro-Zone zurückkehren will

Maulkörbe, Denkanstöße und eine Trainer-Garantie

Clubchef Klaus Allofs hatte den Werder-Profis gestern Morgen einiges zu sagen. ·

Bremen - Werder ist raus – raus aus der Euro-Zone: Zum ersten Mal seit dem zweiten Spieltag gehören die Bremer nicht mehr zu den ersten Sieben der Tabelle und müssten – wäre jetzt Schluss – ein weiteres Jahr ohne internationales Geschäft leben.

Der VfB Stuttgart (4:4 in Dortmund) und Hannover 96 (2:1 gegen Gladbach) sind vorbeigezogen, und der VfL Wolfsburg (4:1 gegen Berlin) sitzt den Bremern als Neunter auch noch punktgleich im Nacken. Keine angenehme Situation für Werder-Boss Klaus Allofs, aber auch keine aussichtslose: „Platz acht ist jetzt nicht entscheidend. Entscheidend ist, was wir in den nächsten Wochen machen.“

Werder-Training am Sonntag

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Doch wie bitteschön will Werder die Kurve kriegen? Ganze elf Pünktchen sammelten die Bremer in der Rückrunde. Nur Köln (7), Hertha (6) und Kaiserslautern (4) holten noch weniger Zähler und stehen deshalb auf einem Abstiegsplatz. Dazu kommt Werders enttäuschender Auftritt beim 0:3 gegen den FSV Mainz mit den Tor-Geschenken für Adam Szalai (19.) sowie Eric-Maxim Choupo-Moting (48./74.). „Wenn wir nicht besser spielen, werden wir es nicht schaffen“, gestand Allofs und monierte: „Wir spielen das nur nett runter, sind nicht zwingend und haben nicht diese Leidenschaft, um zu gewinnen.“ Allofs spricht seinen Profis allerdings nicht den Willen ab: „Ich sehe doch, dass sie brennen, wenn sie rausgehen. Aber sie können es auf dem Platz nicht immer so umsetzen wie sie es in der Hinrunde gemacht haben oder bei den Siegen gegen den HSV und Hannover.“

Von fehlender Qualität des Kaders will Allofs nichts hören. Und dass der punktgleiche Euro-Konkurrent Leverkusen gerade seinen Trainer Robin Dutt wegen Erfolglosigkeit gefeuert hat, lasse sich nicht auf Werder projizieren: „Leverkusen kommt als Vizemeister aus einer ganz anderen Situation und hat mit seinem Kader ganz andere Erwartungen. Bei uns gibt es das Thema Trainer nicht, denn wir sind überzeugt, den richtigen zu haben.“

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Allofs nimmt lieber die Spieler in die Pflicht. Pizarro und Co. verpasste er in Sachen Vertragsmodalitäten einen Maulkorb: „Ich möchte nur noch hören, wie sie ihre Leistung verbessern können. Alles andere lenkt nur ab.“ Bei seiner 20-minütigen Ansprache gestern Morgen gemeinsam mit Coach Thomas Schaaf auf dem Trainingsplatz gab es weitere „Denkanstöße“, so Allofs. Einzelheiten wollte er nicht verraten, „aber es war keine große Abrechnung“. Weitere Gespräche würden in den nächsten Tagen folgen.

Dass einige Spieler durch ihre ungewisse Zukunft, immerhin laufen 13 Verträge aus, verunsichert seien, ist für Allofs ebenso kein Thema wie der wachsende Druck im Saisonendspurt: „Beides gehört zum Beruf dazu.“

Mit harter Trainingsarbeit will Werder nun wieder in die Spur kommen, allerdings erst ab morgen, heute haben die Profis frei. · kni

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