Werder-Profis wollen Schaaf den Klassenerhalt zum 50. Geburtstag schenken

Matchball mit einem bunten Schleifchen drum

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Auch Rechtsverteidiger Clemens Fritz (li.) will Trainer Thomas Schaaf (re.) mit einem Sieg vorab beschenken. ·

Werder-Bremen - Von Arne Flügge und Björn Knips · Thomas Schaaf wird morgen 50 Jahre alt. Das schönste Geschenk wollen die Spieler von Werder Bremen ihrem Trainer aber schon heute Abend überreichen: drei Punkte aus dem Heimspiel (20.30 Uhr) gegen den VfL Wolfsburg – und damit den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga endgültig festzurren.

„Wir haben lange genug gebibbert. Es ist Zeit, diesen Matchball zu verwandeln, um uns der letzten Sorgen zu entledigen, damit wir endlich Ruhe haben“, fordert Werder-Kapitän Torsten Frings – und ergänzt mit Blick auf den Jubeltag seines Chefs morgen: „Wir wollen dem Trainer den Geburtstag nicht versauen, sondern ein gutes Ergebnis erzielen, damit er am nächsten Tag eine schöne Feier hat.“

Der 34-Jährige weiß aber, dass die Partie kein Selbstgänger wird. Wolfsburg steht als Tabellen-16. mit derzeit 32 Punkten ziemlich mies da, wird alles daransetzen, sich aus der misslichen Lage zu befreien. „Wir müssen eine Topleistung abliefern“, sagt Frings, „Wolfsburg hat sich gefestigt und eine richtig große Chance, wieder die Kurve zu kriegen und den Anschluss herzustellen.“

Thomas Schaaf in guten wie in schlechten Zeiten

14 Jahre Thomas Schaaf bei Werder Bremen

Auch Werder ist als Tabellenelfter mit 38 Punkten noch nicht gerettet, obwohl Wolfsburgs Trainer Felix Magath bereits bekundet hat, dass die Bremer „durch sind und mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben“. Eine wohlbedachte Aussage, mit der Magath die Bremer anscheinend schon in Sicherheit wiegen will. Doch den Schachzug hat Klaus Allofs durchschaut. „Alle, die rechnen können, wissen, dass wir noch Punkte brauchen. So gehen wir in das Spiel. Unsere Spieler lassen sich nicht von Magath beeinflussen“, erklärt der Werder-Sportdirektor. Denn sollte Wolfsburg tatsächlich heute in Bremen gewinnen, „haben wir wieder eine ganz andere Situation“, so Allofs. Im Klartext: Bei einer Niederlage steckt Werder erneut richtig tief drin im Schlamassel.

Das weiß auch Clemens Fritz: „Wir sind gewarnt und noch längst nicht durch. Daher werden wir mit voller Konzentration ins Spiel gehen, um die noch nötigen drei Punkte zu holen.“ Dabei würde eine Leistung wie in der ersten Halbzeit gegen St. Pauli aber nicht reichen, wie Fritz betont: „Darüber müssen wir uns im Klaren sein.“

Gleichwohl ist der 30-Jährige sehr optimistisch, heute den berühmten Sack zumachen zu können. Denn die „Lockerheit und die Sicherheit“ (Magath), die nach Wolfsburg zurückgekehrt ist, hat schon seit einiger Zeit auch in Bremen Einzug gehalten. „Wir haben seit acht Spielen nicht mehr verloren und wollen diesen positiven Trend fortsetzen. Wir haben sehr viel Selbstvertrauen getankt und die Qualität, den Sieg einzufahren“, so Fritz.

Den Werder-Fans wäre es recht. Seit sechs Heimspielen warten die Anhänger im Weserstadion auf einen Bremer Sieg. „Es wird daher wieder einmal Zeit, dass wir vor eigenem Publikum gewinnen. Und wenn wir damit auch noch den Klassenerhalt klarmachen, ist es umso schöner“, sagt Mittelfeldspieler Philipp Bargfrede und verspricht: „Wir sind hochmotiviert und werden alles herausholen, was in uns steckt.“ Oder wie sagte Marko Marin am Mittwoch nach dem Training mit einem Schmunzeln so schön: „Lasst es uns endlich hinter uns bringen!“

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