Abstiegskampf für Werder wird nicht leichter

Gisdol entlassen! HSV hofft wieder auf Trainer-Effekt

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Der HSV hat das Kapitel Markus Gisdol geschlossen.

Hamburg - Der Hamburger SV hat es wieder getan: Am Sonntagvormittag wurde Trainer Markus Gisdol entlassen – immer wieder hat der HSV auf diese Art und Weise noch den Klassenerhalt geschafft. Klappt es auch diesmal?

Für Werder wird der Abstiegskampf dadurch gewiss nicht einfacher. Zumal die Kölner nach dem 2:0-Sieg in Hamburg zurück im Rennen sind. Als Tabellen-16. haben die Bremer nur einen Punkt Vorsprung auf den HSV, lediglich vier Zähler auf Schlusslicht Köln. Allerdings könnte das Team von Florian Kohfeldt am Sonntagnachmittag noch punkten – beim FC Bayern dürfte das jedoch sehr, sehr schwierig werden.

Trainer-Fluktuation wie bei keinem anderen Club

„Ich hätte gerne weitergemacht, aber es ging so nicht. Ich muss es akzeptieren und möchte jetzt erst mal nach Hause fahren und das alles sacken lassen“, sagte Gisdol vor Hamburger Journalisten, ehe er mit seinem Auto das Volksparkstadion verließ. Er hatte im September 2016 den HSV von Bruno Labbadia übernommen – als Tabellenletzter. Er schaffte den Klassenerhalt, mehr aber auch nicht. Gisdol konnte den Bundesliga-Dino nie stabilisieren. Von seinen 48 Bundesliga-Spielen mit dem HSV gewann Gisdol nur 14, zehn weitere endeten unentschieden.

„Wir glauben, dass neue Impulse zwingend notwendig sind, um das nach wie vor angestrebte Ziel Klassenerhalt zu erreichen“, erklärte HSV-Boss Heribert Bruchhagen die Entscheidung. Zuletzt hatte der HSV vier Partien am Stück verloren. Gisdol ist – rechnet man die Übergangslösungen raus – der elfte HSV-Trainer in den vergangenen zehn Jahren, der gescheitert ist. So eine Fluktuation gab es bei keinem anderen Bundesliga-Club.

Gisdol entschied sich für HSV und gegen Werder

Auch die Co-Trainer Frank Kaspari und Frank Fröhling wurden freigestellt. Das Training am Vormittag leitete Athletik-Trainer Daniel Müssig. Gisdol-Nachfolger soll laut übereinstimmender Medienberichte Bernd Hollerbach werden. 

Kurios: Bevor Gisdol 2016 beim HSV einstieg war er auch beim SV Werder als Nachfolger von Viktor Skripnik im Gespräch. Doch der 48-Jährige entschied sich für den HSV. Werder setzte weiter auf U23-Coach Alexander Nouri. Der ist in Bremen allerdings auch schon wieder Geschichte, wurde Ende Oktober entlassen – so wie jetzt auch Gisdol in Hamburg.

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Quelle: DeichStube

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