Trainer Schaaf nimmt Marin in Schutz

„Marko fällt nicht leicht“

Und wieder einmal hat Christopher Schorch zugelangt: Der Kölner ging mit Werders Marko Marin nicht gerade zimperlich um – auch nicht nach dem Spiel.

Bremen (kni) · Das Positive vorweg: Marko Marin hat die vielen Fouls in Köln offenbar ohne nennenswerte Folgen überstanden. Werder-Coach Thomas Schaaf sprach gestern nur von den „üblichen Wehwehchen“ nach einem Bundesliga-Spiel.

Doch das stimmte ihn nur etwas milde. Denn ebenso wie die üblen Tritte der Kölner und die zu laschen Reaktionen von Schiedsrichter Dr. Jochen Drees nervte Schaaf der Vorwurf, Marin sei ein Schauspieler.

„Marko ist nicht leicht gefallen, und er fällt auch nicht leicht“, stellte Schaaf klar und meinte in Richtung des Unparteiischen: „Wir haben Regeln, nach denen gepfiffen werden soll. Und wir haben Leute auf dem Platz, die dafür verantwortlich sind.“

In Köln herrschte derweil eine etwas andere Meinung. Die Fans hatten Marin ohnehin schon wegen seiner Gladbacher Vergangenheit als Buhmann ausgemacht und ihn nicht nur ausgepfiffen, sondern speziell bei Ecken wüst beschimpft. Nach der Partie fand auch FC-Abwehrspieler Christopher Schorch, der Marin gleich mehrfach gelegt hatte, alles andere als nette Worte für den Bremer: „Klar lässt der sich auch ab und zu mal fallen. Er ist ein guter Spieler und hat das doch nicht nötig. Das muss man nicht machen. Aber so kennt man ihn. Das war schon in der Jugend nicht anders. Da hat er das auch schon gemacht.“ Schorch und Marin kennen sich aus gemeinsamen Zeiten bei den Junioren-Nationalmannschaften.

Marin reagierte fassungslos auf derlei Kritik und erinnerte dabei an eine knifflige Szene in der 79. Minute: Wieder hatte es das Duell Schorch gegen Marin gegeben, und der späte Fall des Bremers im Strafraum sah wie eine Schwalbe aus. „Er trifft mich mit dem Knie“, versicherte Marin und wunderte sich: „Man kann mir doch jetzt nicht vorwerfen, dass ich erst versuche, noch weiterzulaufen und es dann doch nicht schaffe.“

Der Fall Marin erinnert ein wenig an Diego. Dem Ex-Bremer wurde von den Rivalen ebenfalls Fallsucht nachgesagt, und von da an gab’s auswärts fast nur noch Pfiffe für den zuvor durchaus beliebten Ballzauberer aus Brasilien. Hoffentlich ergeht es dem 20-jährigen Marin nun nicht genauso.

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