Marko Arnautovic hofft auf die perfekte Woche

Er darf wieder ran: Marko Arnautovic hat seine Sperre abgesessen – und beste Chancen, gleich in Werders Anfangsformation zu rutschen. ·

Bremen - von Malte Rehnert. Gestern die Nominierung für die österreichische Nationalmannschaft, am Samstag im Heimspiel gegen Köln wahrscheinlich die Rückkehr in Werders Startelf. Für Marko Arnautovic könnte es eine perfekte Woche werden. „Das hoffe ich. Natürlich entscheidet der Trainer – aber mein Gefühl ist, dass ich spiele“, sagte der 22-jährige Stürmer gestern Mittag.

Kurz zuvor hatte er von seiner „Einberufung“ durch den neuen österreichischen Teamchef Marcel Koller, der auch Mannschaftskollege Sebastian Prödl nominierte, erfahren. „Überrascht hat es mich nicht. Ich hatte ja vorher ein gutes Gespräch mit ihm, deshalb habe ich damit gerechnet“, sagte Arnautovic.

Die Unterhaltung vor gut einer Woche, als Koller auf seiner Deutschland-Tour Station in Bremen machte, hat auf beiden Seiten einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Es war mir wichtig, ihn kennenzulernen. Marko ist ein sehr angenehmer Mensch, beim Gespräch unter vier Augen hat er seine eigene Linie“, urteilte Koller gestern bei der Präsentation des Kaders für das Freundschaftsspiel am 15. November in der Ukraine. Der 51-Jährige hatte Arnautovic, der das Image des enfant terribles immer mehr abstreift, extra eine DVD mit einem achtminütigen Zusamnenschnitt guter Aktionen mitgebracht. „Ich habe ihm veranschaulicht, wie ich mir sein Spiel vorstelle. Jemand muss ihm zeigen, was er gut macht“, betonte der ÖFB-Teamchef. „Da war das Hertha-Spiel drauf. Er hat mir gesagt, dass ich genauso spielen soll“, meinte Arnautovic, der in Kollers Planungen eine wichtige Rolle spielt: „Wir brauchen ihn – und ich will nicht auf ihn verzichten.“

Arnautovic fühlt sich geschmeichelt – und ist ebenfalls angetan von seinem neuen Nationaltrainer. Koller sei „ein ganz netter Mann. Und er ist willig, will ‘was erreichen. Ich spüre das absolute Vertrauen und denke, es wird eine gute Zusammenarbeit.“ Mehr mochte der Stürmer zum Thema Nationalelf nicht sagen: „Ich muss mich schließlich auf das Spiel am Samstag konzentrieren.“

Drei Mal war er wegen seiner Roten Karte aus dem Spiel in Hannover zum Nichtstun verdammt gewesen. „Nur zugucken zu könen, tat richtig weh – und es ist von Woche zu Woche schlimmer geworden“, verriet Arnautovic und fügte an: „Ich habe als junger Spieler überhaupt keine Erfahrung damit, mal drei Wochen aussetzen zu müssen – ohne verletzt zu sein.“ Er habe in dieser Zeit mit Trainer Thomas Schaaf und einigen Teamkollegen gesprochen. Arnautovic: „Sie haben gesagt, dass ich den Kopf oben behalten und dann da weitermachen soll, wo ich aufgehört habe. Ich hoffe, das klappt.“

Das einzige Problem ist die mangelnde Spielpraxis. „Das ist normal, dass man die bei einer Sperre verliert. Das kann man durch kein Training kompensieren“, sagte Schaaf. Ansonsten hat der Österreicher aber beste Einsatzchancen, denn Markus Rosenberg konnte sich während Arnautovic’ Abwesenheit nicht als Sturmpartner von Torjäger Claudio Pizarro empfehlen. Drei Spiele, kein Tor – dazu ein „richtig schlechtes Spiel“ zuletzt in Mainz, wie der Schwede selbst einräumte. „Er hatte eine Riesenchance, hätte sich mit einem Tor in den Vordergrund spielen können“, meinte Schaaf. Das gelang Rosenberg jedoch nicht – und nun muss er wohl Arnautovic weichen. · mr

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