Zwei Torvorlagen für Österreich – und zwischendurch ab in die Grube / Ekici in türkischer Startelf / Elias Kurzeinsatz

Marko Arnautovic: „Der Sand hat mich gerufen“

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Wie zwei Jungs auf dem Spielplatz: Vorlagengeber Marko Arnautovic (unten) und Torschütze David Alaba lümmeln sich nach Österreichs Treffer zum 3:0 in einer Sandgrube. ·

Bremen - Gestern waren Werders Nationalspieler, am Dienstag fast alle in der WM-Qualifikation gefordert, zurück von ihren Länderspielreisen. Und die meisten hatten eine frische Portion Selbstvertrauen im Gepäck:

Eljero Elia: Ja, es gab das Comeback nach über einem Jahr Abstinenz. Der nachnominierte 25-Jährige wurde beim niederländischen 4:1 in Rumänien kurz vor Schluss (89.) eingewechselt und bestritt sein 27. Länderspiel. Nun gehört er wieder richtig dazu zur Elftal, die mit weißer Weste (vier Spiele, vier Siege) die Gruppe D anführt. Das wird Elia garantiert gut tun.

Sokratis: Auch dank des Bremer Innenverteidigers stehen die Griechen hinten wieder wie eine Wand, haben in vier Partien erst ein Gegentor kassiert. Nach dem 1:0 in der Slowakei ist Griechenland Zweiter der Gruppe G, punktgleich mit Spitzenreiter Bosnien. Sokratis spielte – wie in den drei Partien zuvor – sehr solide und 90 Minuten durch.

Theodor Gebre Selassie: Dem 3:1 gegen Malta – inklusive des Länderspieltor-Debüts des Bremer Rechtsverteidigers – folgte für Tschechien in Prag ein 0:0 gegen Bulgarien. Gebre Selassie stand dabei erneut die komplette Spielzeit auf dem Platz. Mit fünf Punkten aus drei Spielen bleiben die Tschechen Dritter – und aussichtsreich im Rennen.

Nationalspieler wieder beim Werder-Training

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Marko Arnautovic, Zlatko Junuzovic, Sebastian Prödl: Die Revanche gegen Kasachstan gelang. Nach dem 0:0 in Astana machte Österreich diesmal ernst und gewann in Wien mit 4:0. Prödl bot bis zu seiner verletzungbedingten Auswechslung (59.) eine souveräne Partie in der Innenverteidigung, Junuzovic war 90 Minuten lang ein Antreiber im Mittelfeld. Arnautovic traf zwar erneut nicht selbst, spielte aber als Linksaußen stark und bereitete zwei Tore vor. Nach dem 3:0 durch David Alaba wälzte er sich mit dem Bayern-Profi ausgelassen in einer Weitsprunggrube neben dem Platz. „Das war mal ‘was anderes. Der Sand hat mich gerufen“, scherzte Arnautovic, der mit einer Linksflanke auch noch Martin Harniks 4:0 einleitete, gestern Nachmittag.

Nach dem ersten Sieg im dritten Spiel (vier Punkte) ist Österreich Vierter in der deutschen Gruppe C – nur noch drei Zähler hinter den zweitplatzierten Schweden.

Mehmet Ekici: Überraschung, Überraschung: Bei Werder ist der 22-Jährige in dieser Saison meistens nicht mal im Kader, in der türkischen Nationalelf dagegen gleich in der Anfangsformation. „Es ist schön, wieder gespielt zu haben. Es hat Spaß gemacht – und ich denke, die Leistung war ganz ordentlich“, urteilte der Mittelfeldmann nach seinem 64-Minuten-Einsatz. Was überhaupt nicht passte, war das Ergebnis. „Das war nicht so toll“, meinte Ekici nach dem 1:3 in Ungarn. Drei Punkte aus vier Spielen, Platz vier – die Türken können sich schon mal an den Gedanken gewöhnen, 2014 in Brasilien allenfalls Urlaub zu machen. Ekici hat schnell umgeschaltet und ist nun voll fokussiert auf Werder: „Ich muss jetzt weiter Gas geben.“

Aleksandar Ignjovski: Der junge Serbe durfte am Doppelspieltag zwar 180 Minuten ran – und war dennoch ziemlich frustriert. Erst das 0:3 gegen Belgien und Teamkollege Kevin De Bruyne, dann ein 0:1 in Mazedonien. Für Serbien (vier Punkte aus vier Spielen, in Gruppe A sechs Zähler hinter Belgien und Kroatien) ist der WM-Zug schon ziemlich weit weg.

Francois Affolter: Der Innenverteidiger, in Bremen auf dem Abstellgleis, verpasste mit der Schweizer U 21 den Sprung zur EM 2013. Im Playoff-Rückspiel (Hinspiel 1:1), das Affolter über die volle Distanz absolvierte, gab es in Luzern ein 1:3 gegen Deutschland. · mr/kni

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