Marin: „Wir sind doch nicht die drei Schuldigen“

Bremen (kni) · Von dieser Ersatzbank können andere Bundesligisten nur träumen: Die Werder-Profis Marko Marin, Marko Arnautovic und Aaron Hunt mussten dort am Sonntag vor der Partie gegen Bayer -Leverkusen Platz nehmen, nachdem sie gegen den Hamburger SV ganz schlecht gespielt hatten.

Eine Verbannung? Ein Denkzettel? „Ach was“, sagt Marin: „Wir sind doch nicht die drei Schuldigen gewesen. Ich glaube nicht, dass der Trainer so denkt. Schließlich war die ganze Mannschaft schlecht. Und alle kann er ja nicht rausnehmen . . .“

Die Maßnahme des Trainers hat aber trotzdem Wirkung gezeigt. „Natürlich war ich überrascht und enttäuscht“, gesteht der 21-Jährige: „Aber ich muss die Entscheidung des Trainers akzeptieren.“ Dabei sei es ihm ziemlich wurscht, dass er ausgerechnet einem 18-jährigen Startelf-Debütanten wie Florian Trinks weichen musste: „Ich bin sowieso nicht glücklich, wenn ich nicht spiele. Egal, wer für mich aufläuft.“

Immerhin durfte Marin am Ende aktiv das spät erkämpfte 2:2 mitbejubeln. Denn nach einer Stunde hatte ihn Schaaf gebracht – beim Stand von 0:1. Davor und danach waren auch die beiden anderen Aussortierten, Aaron Hunt und Marko Arnautovic, ins Spiel gekommen. „Und es lief doch ganz gut mit uns“, erinnert sich Marin und gibt sich für Partie am Sonntag in Freiburg (15.30 Uhr) optimistisch: „Ich sehe erst einmal keinen Grund, warum ich nicht spielen sollte. Wir werden sehen, wie der Coach nach dieser Trainingswoche entscheidet. Ich werde mich jedenfalls voll reinhängen.“

Dieses Engagement war Klaus Allofs schon gegen Bayer positiv aufgefallen. „Natürlich war Marko unzufrieden, das soll er auch sein. Aber dann muss er, wenn er die Chance bekommt, alles geben. Und das hat er gemacht“, lobt der Sportchef den Nationalspieler und stellt noch fest: „Ich sehe bei ihm kein Indiz für einen Riesenabsturz. Natürlich ging’s beim ihm in dieser Saison genauso runter wie bei allen anderen. Aber Marko leidet auch darunter, dass wir offensiv nicht mehr so dominant sind.“

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