Marin verspricht Attacke

BESTENS gelaunt ging Marko Marin gestern in die Werder-Kabine, denn er freut sich riesig auf die heutige Partie in Hannover.

BREMEN - von Björn Knips. Marko Marin kam gestern Nachmittag als Letzter vom Trainingsplatz. Dabei konnte es der Mittelfeldspieler vom SV Werder Bremen gar nicht erwarten, nach Hannover zu fahren, um dort heute ab 15.30 Uhr im kleinen Nordderby endlich wieder in der Startelf zu stehen.

„Natürlich bin ich heiß“, gestand der 22-Jährige: „Vor meiner Verletzung hatten wir einen guten Lauf, haben schönen Fußball gespielt. Das gilt auch für mich. Ich bin froh, wieder dabei zu sein und will der Mannschaft helfen.“

Eine Zerrung im Hüftbeuger – erlitten im Spiel gegen den Hamburger SV – hatte Marin lahm gelegt. In Nürnberg (1:1) saß der Spielmacher nur auf der Tribüne, gegen Hertha BSC (2:1) kam er erst nach knapp einer Stunde für seinen unauffälligen Vertreter Mehmet Ekici in die Partie. Werder punktete zwar, überzeugte spielerisch aber längst nicht mehr so wie zuvor. Das dürfte auch an Marins Fehlen gelegen haben. Und so war es keine große Überraschung, dass Coach Thomas Schaaf bereits am Freitag verriet, dass Marin wieder für Ekici auflaufen wird. „Ich fühle mich gut“, versicherte Marin gestern und gab sich anschließend angriffslustig: „Aus Hannover habe ich so Sprüche gehört wie, sie seien die Nummer eins. Meinetwegen, aber wir wissen, was wir können.“ Auch über Hannovers Stärke, geduldig auf die eine Torchance zu warten, um dann zuzuschlagen, konnte der Bremer nur schmunzeln: „Also meinetwegen können sie kurz vor Schluss ruhig das 1:3 machen. Wir warten jedenfalls nicht, denn wir wollen unser Spiel durchbringen und die drei Punkte holen.“

Die würden Werder richtig gut tun und punktgleich mit den Bayern (gestern nur 0:0 in Hoffenheim) machen. Zur Tabellenführung dürfte es trotzdem nicht reichen, denn dafür müssten die Grün-Weißen mit 13 Toren Differenz in Hannover triumphieren. Aber ein dauerhafter Platz in der Spitzengruppe wäre auch so gesichert. Wer hätte das nach der katastrophalen Vorsaison gedacht? Selbst der immer positiv denkende Marin hatte da so seine Zweifel. Doch nun ist alles gut, Werder wieder in der Spur – und da traut sich der Mittelfeldspieler sogar wieder an das Thema Nationalmannschaft ran. Wenn auch nur ganz spontan, als er gefragt wird „Wann ruft Bundestrainer Joachim Löw bei Ihnen an?“ und er ganz cool antwortet: „Ich hoffe bald.“

Der kleine Bremer lässt sich eben ungerne aufhalten. Nur gestern nach dem Training machte Marin eine schöne Ausnahme: Seine Freundin wollte ihm noch viel Glück fürs Hannover-Spiel wünschen. Ob es gewirkt hat, wird sich heute ab 15.30 Uhr zeigen.

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