Erster gemeinsamer Auftritt gegen Valencia / U 21-Vergangenheit soll helfen

Marin und Özil – heute beginnt die Zukunft

BREMEN - von Carsten Sander. Bei der U 21-Nationalmannschaft haben sie‘s schon gemacht. Im Training auch. Aber gemeinsam im Werder-Dress? Diese Möglichkeit hat sich für Mesut Özil und Marko Marin in der laufenden Vorbereitung noch nicht ergeben. Doch heute ist es wohl so weit.

Beim finalen Test gegen den FC Valencia (19.00 Uhr in Meppen) werden die beiden 20-Jährigen erstmals zusammen für Bremen auf dem Platz stehen – eine Premiere, die der erste Fingerzeig in die Zukunft sein wird.

Özil und Marin – zwei Jungspunde mit wenig Erfahrung sollen in der kommenden Saison die Denker und Lenker im Mittelfeld sein. Per „Job-Sharing“ will Trainer Thomas Schaaf so den Verlust von Spielmacher Diego (zu Juventus Turin) ausgleichen. Die Frage, ob dieses Experiment glückt, beschäftigt seit Wochen die Fans.

Doch weil Werder-Shootingstar Özil und Marin nach dem Triumph bei der U 21-EM verspätet die Vorbereitung aufnahmen, Marin zudem wegen einer Fußprellung einige Tage ausfiel, hat es bislang noch keine Hinweise gegeben, ob und wie gut die beiden miteinander harmonieren. Der Erfahrungsschatz beschränkt sich auf gemeinsame Auftritte bei der U 21. Zwar fiel bei der EM jeder für sich auf, doch von einem Mittelfeld-Traumpaar zu sprechen, traute sich auch niemand. Özil heimste Applaus als Spielmacher ein, Marin ging etwas unter. Dennoch sind es die U 21-Einsätze, die beiden Mut machen für die Herkules-Aufgabe bei Werder. „Bisher lief’s immer ganz gut mit uns“, sagt Marin.

Wenn heute in Meppen der Anpfiff ertönt, sind es für Werder bis zum ersten Pflichtspiel, dem DFB -Pokalmatch bei Union Berlin am Sonntag , nur noch 115,5 Stunden. Und nur 90 Minuten für Özil und Marin, sich einzuspielen. Aber auch das ist für Diegos Erben nicht das Problem. Weil – na klar – im DFB -Team Vorarbeit geleistet wurde. „Wir kennen uns schon gut genug“, meint Marin: „Mesut ist ein super Spieler, da ist es nie schwierig, sich aufeinander abzustimmen. Ich freue mich schon auf das Zusammenspiel mit ihm.“

Özil meint das Gleiche, sagt es aber knapper: „Marko und ich – das klappt.“ Für Werder Bremen hängt in der kommenden Saison viel davon ab, dass sie Recht behalten. Bei der 2:3-Pleite gegen Alemannia Aachen hatte Coach Schaaf die beiden Hoffnungsträger noch getrennt voneinander getestet. In Halbzeit eins spielte Özil, in Halbzeit zwei Marin. Beide auf der linken Seite, wo sie sich jeweils am wohlsten fühlen. Doch im Ernstfall muss einer nach rechts wechseln. Wer? „Ist doch egal“, meint Marko Marin und versteht die Diskussion um links und rechts nicht: „Im Spiel tauschen wir sowieso ständig die Positionen.“

Flexibilität ist halt gefragt. Bei der 2:3-Pleite am Sonntag gegen Zweitligist Alemannia Aachen hatte der 8,3-Millionen-Einkauf selbige bewiesen. Zwei Tore gelangen ihm – das erste mit dem rechten Fuß, das auch anerkannt wurde. Das zweite per Hinterkopf, das aber keine Anerkennung fand. Ärgerlich für den nur 1,70 m großen Dribbelkünstler, denn Kopfballtore sind bei ihm so selten wie Schneestürme in der Sahara. Aber gut – ein Tor reichte Marin für den Anfang: „Das erste für den neuen Verein ist immer besonders wichtig.“ Weitere können folgen.

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