„Wenn ich gegen Gladbach treffe, dann werde ich jubeln“ / Rückkehr in Startelf?

Marin – keine Gnade mit seiner alten Liebe

Bremen - Von Arne Flügge · Alte Liebe rostet nicht, sagt der Volksmund. Bei Marko Marin ist das anders. „Ich spiele jetzt seit zwei Jahren bei Werder und werde alles dafür tun, damit wir das Spiel gewinnen“, kündigte der Offensivmann von Werder Bremen vor dem richtungsweisenden Heimspiel im Abstiegskampf morgen (18.30 Uhr) gegen Schlusslicht Borussia Mönchengladbach an.

Dass er damit seinen Ex-Club in die Zweite Liga schicken könnte, nimmt der 21-Jährige in Kauf: „In unserer Situation brauchen auch wir die Punkte. Mit einem Sieg könnten wir einen großen Schritt heraus aus dem Keller machen. Und das ist mein Ziel.“

Er habe in Gladbach eine schöne Zeit gehabt, sagt Marin: „Wir sind aufgestiegen, haben die Klasse gehalten. Ich habe noch Freunde dort.“ Doch das alles rückt morgen für 90 Minuten in den Hintergrund. Selbst die branchenüblichen Gesten, wie der Verzicht auf überschwängliche Freude bei einem Tor gegen den Ex-Club, sind für Marin tabu. „Wenn ich gegen Gladbach treffe, dann werde ich auch richtig jubeln.“

Marin ist in diesen Tagen unheimlich angriffslustig. Sein Auftritt zuletzt in Freiburg, als er nach seiner Einwechslung in der 59. Minute gleich für mächtig Alarm sorgte und mit einem Tor und einer Torvorlage die Weichen auf Sieg stellte, hat dem Bremer Dribbelkünstler eine gehörige Portion Selbstvertrauen gegeben. „Es ist nicht schön, wenn man nicht in der Startelf steht. Aber ich glaube, dass ich dem Trainer genügend Argumente geliefert habe, mich gegen Gladbach von Anfang an zu bringen.“

Zweimal kam Marin zuletzt nur von der Bank, weil Trainer Thomas Schaaf auf eine defensiver eingestellte Formation gesetzt hatte. Der Erfolg gab ihm schließlich Recht: Werder holte vier Punkte. Normalerweise gibt’s also keinen Grund für Schaaf, etwas zu ändern. Marin und auch Marko Arnautovic würden auf der Bank bleiben, bereit für den Fall der Fälle als Offensivwaffen. Doch morgen könnte der Bremer Trainer allein schon aus personellen Gründen gezwungen sein, umzubauen. Denn Tim Borowski plagt sich noch mit Knieproblemen herum. Sein Einsatz ist fraglich. Die Chance also für Marin, ins linke offensive Mittelfeld zu rücken. Im Training durfte der Nationalspieler schon mal in der A-Elf ran. Und Marin redet nicht lange um den heißen Brei herum, auch wenn’s bislang noch kein Zeichen von Schaaf gab: „Ich gehe davon aus, dass ich von Beginn an dabei bin.“

Dass er in den vergangenen Wochen nicht wirklich überzeugen konnte, begründet Marin mit der Bremer Gesamtsituation. „Wenn’s in der Mannschaft nicht so gut läuft, ist es für jeden einzelnen Spieler schwer, seine Leistung abzurufen“, erklärt der Wirbelwind: „Jetzt haben wir in Freiburg endlich drei Punkte geholt. Ich hoffe, es geht bergauf, und dann wird die eigene Leistung auch wieder besser.“

In Freiburg gab Marko Marin schon mal eine Kostprobe ab, „und es wäre schön, wenn ich noch ein paar Tore schieße und ein paar Torvorlagen gebe, damit wir die Saison irgendwie ein wenig retten können.“

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