Werders Dribbelkünstler wird immer besser – da staunt selbst Pizarro

Marin – der mit dem Ball tanzt

Wirbelt mit seinen Dribblings die Mainzer Schürrle, Svensson und Soto (v.r.) kräftig durcheinander: Bremens Offensivmann Marko Marin (li.).

Bremen (flü) - Es ist nicht überliefert, ob die Herren Soto, Bungert, Svensson und Schürrle den Knoten mittlerweile aus den Beinen haben, den ihnen Marko Marin am Samstag im Bundesligaspiel geschnürt hatte.

Mit einem sehenswerten Solo hatte sich der Bremer Angreifer nach gut einer Stunde durch die Mainzer Spieler geschlängelt und die wie Slalomstangen stehen lassen. Da staunte selbst Sturmpartner Claudio Pizarro nicht schlecht. „Ich verstehe nicht, wie Marko das macht. Es ist unglaublich, wie er sich da immer wieder durchwühlt“, lobte der Doppeltorschütze den kleinen Dribbelkünstler.

Was dem mit 8,3 Millionen Euro teuersten Einkauf in der Bremer Vereinsgeschichte jetzt noch fehlt, ist sich mit einem Treffer auch das ganz persönliche Erfolgserlebnis zu holen. Im Pokalspiel gegen St. Pauli war es fast so weit, doch Marin traf nach seiner Einwechslung nur die Unterkante der Latte. „Man sieht bei Marko, dass es vorwärts geht. Er kommt immer besser über seine Dribblings, demnächst wird er sicher auch seine Tore schießen“, ist sich Sportdirektor Klaus Allofs sicher. Der 52-Jährige fordert auf der anderen Seite aber weiterhin Geduld: „Es ist doch klar, dass Marko eine Zeit braucht, um sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden, auch auf der für ihn noch etwas ungewohnten Position.“

Dass Marin sich im offensiven Mittelfeld wohler fühlt als im Sturm, ist kein Geheimnis, doch auch an der Seite von Pizarro wird er in vorderster Front immer besser. „Marko ist auf einem guten Weg. Er zieht mit seinen Dribblings die Leute auf sich und schafft dadurch Räume“, sagt Kapitän Torsten Frings. Und Pizzaro ergänzt: „Durch seine Dribblings kann er oftmals nur durch ein Foul gestoppt werden. Das bringt uns häufiger gute Freistoßpositionen.“

Allerdings muss Marin bei allem Offensivdrang noch mehr an seinem Defensivverhalten arbeiten. Dort hat der ehemalige Mönchengladbacher noch deutliche Defizite. „Da muss er schon noch zulegen“, fordert Frings. Läuft die Bremer Angriffsmaschinerie aber, ist der 20-Jährige in seinem Element: Ein Haken hier, eine Drehung da, und dann ein feiner Pass. Die Herren Soto, Bungert, Svensson und Schürrle können ein Lied davon singen . . .

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