Unglaublich – nach seiner Rückkehr traf Claudio Pizarro in 71 Pflichtspielen 49 Mal für Werder

Der Mann mit der Super-Quote

Der Torjubel wird zum Trikottest: Werder-Profi Claudio Pizarro überprüfte nach seinem dritten Treffer gegen Enschede die Strapazierfähigkeit seiner Arbeitskleidung.

Bremen - Von Björn Knips · Die ultimative Lobhudelei in der Kultsendung „Zimmer frei“ im WDR-Fernsehen mit Götz Alsmann und Christine Westermann ist nichts dagegen. Claudio Pizarro wurde nach seinem Dreierpack beim 4:1 (3:0)-Erfolg gegen Twente Enschede und dem Einzug ins Achtelfinale der Europa League mit warmen Worten nur so überhäuft.

„Claudio ist absolute Weltklasse“, fällte Keeper Christian Vander ein kaum zu toppendes Urteil. Und Werder-Boss Klaus Allofs schwärmte: „Wir sind so froh, dass wir Claudio haben. Er ist erfahren, macht Tore, ist sich nicht zu schade, nach hinten zu arbeiten. Er ist einfach ein kompletter Spieler und dazu ein Mensch, mit dem man einfach gerne zusammenarbeitet.“

Pizarro verzaubert Bremen – mit seinem Charme und natürlich mit seinen Toren. Seit seiner Rückkehr im Sommer 2009, als er zunächst auf Leihbasis vom FC Chelsea an die Weser kam, hat der 31-Jährige einen unglaublichen Lauf. In 71 Pflichtspielen mit der Raute auf der Brust traf der Peruaner 49 Mal ins Schwarze – eine Super-Quote von 0,69. Zum Vergleich: Bayerns Topstürmer Mario Gomez, den die Münchner vor dieser Saison für über 30 Millionen Euro vom VfB Stuttgart losgeeist hatten, schaffte im gleichen Zeitraum zwar auch 49 Tore (für Stuttgart und Bayern), benötigte dafür aber 78 Spiele. Das macht eine Quote von 0,62.

Claudio Pizarro: Der Bremer Torgarant

Claudio Pizarro in Bremen

Pizarro war gegenüber Gomez ein echtes Schnäppchen. Nach zähen Verhandlungen mit Chelsea bekam Werder den Angreifer für eine Ablösesumme von unter fünf Millionen Euro und stattete ihn mit einem Dreijahresvertrag aus. Dass Pizarro als Ü-30-Spieler schon bald Probleme bekommen könnte, darf getrost vergessen werden. Der Peruaner raste am Donnerstagabend wie ein junger Wilder über den Platz, war fast überall zu finden und wirkte zu keinem Zeitpunkt müde oder nicht mehr spritzig genug. Dabei hatte ihm Trainer Thomas Schaaf eine neue, sehr laufintensive Rolle zugewiesen. Pizarro agierte als hängende Spitze, „quasi als Spielmacher“, wie Torsten Frings verriet. Und der Kapitän fand’s „einfach klasse“, was sein Kollege auf dem Platz abgeliefert hatte: „Es gibt nicht viele bessere Spieler.“

Auch Pizarro war nach der Partie ziemlich aus dem Häuschen: „Drei Tore zu machen, ist schon etwas Besonderes für mich.“ Sein letzter Dreierpack im Europapokal für Werder war ihm vor neun Jahren gegen Genk (Belgien) gelungen. Damals war allerdings schon kurz darauf in der dritten Runde Endstation. Nun steht Werder bereits im Achtelfinale – und mit weiteren Toren von „Super-Mann“ Pizarro könnte es wie schon im Vorjahr wieder bis ins Endspiel gehen.

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