Auf Aleksandar Ignjovski wartet die größte Aufgabe seiner Karriere

Ein Mann für „Robbery“

Für Aleksander Ignjovski wäre ein Einsatz am Samstag eine doppelte Premiere: Zum ersten Mal gegen Bayern München, zum ersten mal in einer vollen Allianz-Arena.

Bremen - Bisher war Aleksandar Ignjovski der Mann für alle Fälle bei Werder Bremen. Am Samstag wird aus ihm ein Mann für „Robbery“. Denn der erst 20 Jahre alte Serbe hat sehr gute Chancen, im Spitzenspiel beim FC Bayern München eine der beiden Außenverteidigerpositionen zu besetzen.

Was bedeutet: Spielt er rechts (so wie zuletzt gegen Stuttgart), bekäme er es mit Franck Ribery zu tun. Spielt er links, wäre vermutlich Arjen Robben der direkte Gegenspieler. Egal wer es wird, auf den 20 Jahre alten Werder-Profi wartet in jedem Fall die größte Herausforderung seiner Karriere.

„Meine Motivation ist auf dem Maximum“, sagt Ignjovski schon vier Tage vor der Partie in der Münchner Allianz-Arena. Einem Stadion, das er nach zwei Spielzeiten bei 1860 München bestens kennt – allerdings nur viertelvoll. „Bei 60 war ja nie viel los“, grinst Ignjovski und freut sich schon auf seine erste Begegnung mit den Bayern und auf die volle Hütte am Samstag.

69 000 Zuschauer werden es dann sein. Und sie werden einen Ignjovski zu sehen bekommen, der rennt, kämpft, rackert und nie aufgibt. Wieso? Weil er gar nicht anders kann. „Ich bin dieser Spielertyp, ich lebe vom Einsatz“, sagt er. Trainer Thomas Schaaf schätzt genau das an dem Sommer-Einkauf. „Iggy tut sich immer durch Aktionen hervor, ist sehr agil auf dem Platz“, lobt der Coach. Ignjovskis zweites Plus: Seine Vielseitigkeit. In nur drei Monaten bei Werder hat der serbische Junioren-Nationalspieler schon im defensiven Mittelfeld sowie links und rechts in der Viererkette gespielt. „Er ist auf jeder Position gut aufgehoben und deshalb auch für jede Position eine Option“, erklärt Schaaf.

Das macht die Sache für Samstag spannend. Gegen Stuttgart vertrat Ignjovski den gesperrten Sokratis als Rechtsverteidiger, spielte gut und hat nun beste Karten, im Team zu bleiben. Aber eben nicht zwingend auf dem Posten des wieder spielberechtigten Sokratis. Möglicherweise verdrängt „Iggy“ auch Linksverteidiger Lukas Schmitz. Ihm ist egal, wo er spielt, Hauptsache, er darf überhaupt ran. Neun Mal war das schon der Fall nicht schlecht für einen Neuzugang, der sich eigentlich noch eingewöhnen muss. Doch Aleksandar Ignjovski ist längst voll dabei. „Ich bin glücklich. Alles läuft gut“, sagt er. · csa

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