Werders „Sechser“ will sich bessern

Makiadis Gelübde

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Cedric Makiadi ·

Werder-Bremen -  Cedric Makiadi will sich bessern – auf dem Platz und mit seinen Prognosen. Irgendwann im Spätsommer, „habe ich mal darauf geschielt, dass wir uns oben festsetzen könnten“, erinnert sich der defensive Mittelfeldmann des SV Werder.

Er lag damit ziemlich daneben, wie der weitere Verlauf der Hinrunde gezeigt hat. Makiadi hat daraus gelernt und gibt keine Vorhersage für die Rückrunde ab. Mehr klingt es nach Forderung an sich selbst, wenn er sagt, dass alle noch mehr tun müssen, „um in der Liga zu bleiben“.

Makiadis erste Halbserie bei Werder war bescheiden, das gibt er selbst zu. „Es war ein schwieriges erstes halbes Jahr – für mich auch. Ich habe nicht immer die besten Spiele gezeigt – anders, als ich es mir erhofft hatte“, bilanziert der 29-Jährige.

Immerhin: Nach dem 1:0-Erfolgserlebnis zum Hinrundenabschluss gegen Bayer Leverkusen weiß er, wie es künftig laufen muss: „Der Sieg hat nicht alles gerettet, aber wir standen tief und haben dem Gegner nicht viele Chancen ermöglicht. Dass Leverkusen mehr Ballbesitz hatte, war uns klar, aber wir haben es in Kauf genommen.“ Kompakt und konzentriert in der Abwehr arbeiten und weniger kopflos angreifen – Makiadi könnte sich gut vorstellen, dass dies der Weg aus der unteren Tabellenhälfte ist.

Darauf setzt auch sein Trainer, der ihn als Wunschkandidaten vom SC Freiburg an die Weser gelotst hatte: Robin Dutt. Der gab als Hauptziel dieses Trainingslagers aus, die Abwehr zu stabilisieren: „Ein Baustein ist, dass der Mitspieler die Fehler des anderen korrigiert“, nannte der 48-Jährige am Mittwochabend den ersten Ansatzpunkt, an dem er seit Mittwoch in Jerez mit seinen Profis arbeitet. Eine wirksame Form dieser Soforthilfe könnte laut Makiadi eben jenes „tiefere Stehen“ sein: „Wenn der Nebenmann sehr eng dabei steht, kann er einen Fehler doch eher ausbügeln.“ Mit dieser Variante hatte Werder auch die ersten beiden Saisonspiele gegen Braunschweig und Augsburg gewonnen, ehe „wir mehr in der Offensive trainiert haben und dadurch die Defensive gelitten hat. Aber ich glaube, der Trainer hat gesehen, dass diese defensivere Variante bei der Mannschaft gar nicht so schlecht ankam.“

Nur zu gern würde der Deutsch-Kongolese diesen Weg nun weiter mitgehen und eine auch persönlich bessere Rückrunde abliefern. Doch er weiß um die baldige Rückkehr seiner Konkurrenten auf einer der beiden Sechser-Positionen: Philipp Bargfrede hat nach seiner schweren Meniskusverletzung und dem Comeback Ende November seine Topform zurückerlangt, Felix Kroos könnte nach seinem Innenbandriss vielleicht schon heute wieder ins Teamstraining einsteigen. Doch anstatt darüber zu grübeln, denkt der Deutsch-Kongolese erstmal ganz mannschaftsdienlich: „Es wäre schön, wenn Felix so schnell wie möglich zurückkommt. Denn für den Trainer ist es besser, wenn er die Qual der Wahl hat, als wenn ihm die Entscheidung abgenommen wird.“ Dabei will Makiadi Entscheidungshilfe leisten. Auf dem Platz. Nicht mit Prognosen. · ck

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