Ex-Freiburger hat „keinen Krieg“ mit dem emotionalen Coach der Breisgauer

Makiadi mahnt: „Das ist Streichs Mentalität“

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Werders Cedric Makiadi (am Ball) ist heiß auf das Duell gegen seinen Ex-Club – und hofft auf ein paar nette Gespräche nach dem Spiel. ·

Bremen - Wenn Cedric Makiadi am Samstag im Weserstadion auf seinen Ex-Trainer Christian Streich trifft, endet eine mehr als viermonatige Funkstille zwischen Werder Bremens Mittelfeldmann und dem Trainer des SC Freiburg.

„Ich kann verstehen, dass er damals nicht begeistert war“, sagt Makiadi in Erinnerung an das Telefonat, mit dem sich der damalige Freiburger bei seinem bisherigen Coach in Richtung Bremen abgemeldet hatte. Danach gab es keinerlei Kontakt mehr zwischen beiden – „aber auch keinen Krieg zwischen uns“, versicherte der 29-Jährige vor Werders Heimspiel gegen seinen Ex-Club (Samstag/15.30 Uhr).

Makiadi hatte damals den letzten Tag seiner Ausstiegsklausel genutzt, um „ein neues Kapitel in meiner Karriere aufzuschlagen“, wie er es gestern nannte. Wer Streich und seine Emotionen in den Bundesliga-Stadien und Pressekonferenzen kennt, ahnt, dass dieser Abschied nicht ganz geräuschlos über die Bühne gegangen war. „Es war ein Schock für mich. Diese Dinge wie den Fall Makiadi musste ich erst einmal verarbeiten und bewältigen“, berichtete der SC-Coach später.

„Klar kann ich solche Reaktionen verstehen“, räumte der Kongolese nun vor dem Wiedersehen ein: „Damals gingen ihm vier wichtige Spieler verloren – das ist schmerzhaft für den Trainer. Aber ich habe in den vier Jahren davor alles für den Verein gegeben und mich dann neu entschieden – das muss man auch akzeptieren.“

Jene vier Jahre „sind heutzutage im Fußball ja auch nicht so wenig“, gibt Makiadi zu bedenken. Doch bereut hat er keines davon, denn „es war eine sehr schöne und für mich erfolgreiche Zeit.“ Vielleicht wäre er sogar noch länger geblieben – doch dann rief ausgerechnet sein einstiger Freiburger Trainer und neue Bremer Chefcoach Robin Dutt an. Er hatte den damals vom VfL Wolfsburg an den MSV Duisburg verliehenen Stürmer ins Breisgau gelotst und dort zum „Sechser“ umgeschult: „Dieser Name hat schon den Ausschlag gegeben“, sagt Makiadi über Dutt: „Er hat immer auf mich gesetzt – und das will ich ihm jetzt mit guten Leistungen zurückzahlen.“

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Dass dabei noch „Luft nach oben ist“, gibt der 29-Jährige unumwunden zu: „Hier ist es ein bisschen anders als in Freiburg. Da haben wir zwar auch mit zwei Sechsern gespielt, aber Julian Schuster war eher für den Spielaufbau zuständig und ich sollte mehr für die Offensive tun.“

Bei Werder muss Makiadi auch mehr nach hinten arbeiten – aber er geht die Sache motiviert an. Erst recht nach seiner auskurierten Innenbanddehnung im Knie und mit dem anstehenden Duell gegen die Ex-Kollegen vor Augen: „Für mich kam diese Länderspielpause genau zu einem guten Zeitpunkt“, verriet Dutts Schlüsselspieler: „Ich konnte meine Verletzung auskurieren und am Freitag ins Mannschaftstraining einsteigen.“

Von seiner Seite spricht also nichts gegen einen Einsatz am Samstag. Ob er als Freiburg-„Insider“ einen Vorteil hat, will er aber nicht sagen: „Ich weiß nur, dass wir auf einen Gegner treffen, der hier nicht um Schadensbegrenzung bemüht ist, sondern seine Chancen suchen wird. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie sich nicht aufgibt, und sie will hier gewinnen – das ist die Qualität von Christian Streich.“ Jenem Christian Streich, mit dem „Ced“ nach dem Abpfiff auf ein bisschen Smalltalk hofft. Das gilt auch für seine einstigen Mitspieler Fallou Dagne und Karim Guede, mit denen er noch den engsten Kontakt pflegt – per SMS. In der bisherigen Woche vor diesem direkten Aufeinandertreffen „sind wir noch nicht dazu gekommen, „aber ich hoffe, danach. Erstmal sehen, wie das Spiel ausgeht…“ · ck

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