Mainz will offenbar nicht für Schröder zahlen

„Rouven sitzt auf heißen Kohlen, der arme Kerl“

Der Leidtragende eines seltsamen Ablösepokers: Rouven Schröder.
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Der Leidtragende eines seltsamen Ablösepokers: Rouven Schröder.

Bremen - Liegt es an den Bremern? Oder doch an den Mainzern? Es ist schwer zu durchschauen, wer im Geduldsspiel um den Wechsel von Werder Bremens Sportdirektor Rouven Schröder den Schwarzen Peter in der Hand hält. Die einen sagen, die anderen müssen sich bewegen – und umgekehrt.

So ist es, und so geht es nicht vorwärts. Werder kann das grundsätzlich egal sein, denn den Druck hat Mainz – und damit auch der als Nachfolger von Manager Christian Heidel angekündigte Schröder. „Der sitzt jetzt auf heißen Kohlen, der arme Kerl“, sagte Werder-Geschäftsführer Thomas Eichin. Er wollte damit wohl so etwas wie Mitleid ausdrücken.

Aus Bremen hat sich Schröder längst verabschiedet, in Mainz ist er trotzdem noch nicht angekommen. Im Moment hält sich der 40-Jährige bei seiner Familie in Lübeck auf. Status: Im Wartestand.

Immerhin erklärte Eichin gestern, dass in den Gesprächen mit Mainz 05 und dessen Präsident Harald Strutz „ein bisschen Bewegung“ sei. Aber eine Einigung über die von Werder geforderte Ablösesumme steht nach wie vor aus. Angeblich wären die Bremer mit 150000 Euro zufrieden, Eichin spricht – ohne eine Summe zu nennen – von einer „moderaten und der Position angemessenen“ Summe: „Rouven ist ein Mann von der zweiten Hierarchieebene und kein Klaus Allofs.“

Weshalb die Gegenseite bislang nicht gewillt ist, für den neuen Mainzer Macher zu zahlen, lässt sich nur vermuten. Eine Möglichkeit könnte sein, dass Eichin in einer ersten Reaktion gesagt hatte, kein Geld für Schröder fordern zu wollen. Dann dachte er um – sicherlich nicht ganz ohne Druck aus den eigenen Reihen. Dass Mainz sich ziert, zu zahlen, wäre vor diesem Hintergrund nachvollziehbar. Aber der Club läuft auch Gefahr, Rouven Schröder zu beschädigen, bevor der seine Arbeit aufgenommen hat. Denn es sieht einfach nicht gut aus, wenn einem der neue Manager nicht mal eine „moderate“ Ablöse wert ist.

csa

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