Dresden klärt die Trainerfrage

Walpurgis statt Nouri oder Frings

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Maik Walpurgis wird neuer Trainer bei Dynamo Dresden, nicht Alexander Nouri.

Dresden/Bremen - Alexander Nouri wird nicht neuer Coach von Dynamo Dresden und steht deshalb auch weiterhin auf der Gehaltsliste des SV Werder.

Zweitligist Dresden entschied sich bei der Trainersuche für Maik Walpurgis. Der ehemalige Coach vom damaligen Bundesligisten FC Ingolstadt soll am Dienstagnachmittag das Training leiten. Das berichtet die „Sächsische Zeitung“.

Vor etwa drei Wochen hatte sich Dynamo von Uwe Neuhaus getrennt und Cristian Fiel als Interimslösung eingesetzt. Walpurgis soll bereits damals angesprochen worden sein, habe aber abgesagt, heißt es. Daraufhin wurden weitere Kandidaten angesprochen – darunter auch Torsten Frings. Der Ex-Bremer, der im Dezember vergangenen Jahres als Trainer von Darmstadt 98 entlassen worden war, dort aber noch unter Vertrag steht, gab Dresden laut „Sky“ einen Korb.

Auch bei Nouri klopften die Dynamo-Verantwortlichen an. Der 39-Jährige war im Herbst 2017 von seinen Aufgaben als Chefcoach bei Werder entbunden worden, sein Vertrag bei den Grün-Weißen läuft noch bis Sommer 2019. In dieser Woche probierte es Dynamo erneut bei Walpurgis – und diesmal ließ sich der 44-Jährige offenbar überzeugen.

Update: Der Deal ist fix! Maik Walpurgis wird neuer Trainer bei Dynamo Dresden. Das hat der Club am Dienstag bestätigt.

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Alexander Nouri: Seine Karriere in Bildern

Bereits im Jugendbereich lief Alexander Nouri für Werder Bremen auf. Dort schaffte er es in die deutsche U16-Nationalmannschaft und nahm 1996 sogar an der EM in Österreich teil.
Bereits im Jugendbereich lief Alexander Nouri für Werder Bremen auf. Dort schaffte er es in die deutsche U16-Nationalmannschaft und nahm 1996 sogar an der EM in Österreich teil. © imago
Bis 2001 spielte der spätere Bremer Chefcoach für die Amateurmannschaft an der Weser und war zwischenzeitlich für wenige Monate an Seattle Sounders ausgeliehen.
Bis 2001 spielte der spätere Bremer Chefcoach für die Amateurmannschaft an der Weser und war zwischenzeitlich für wenige Monate an Seattle Sounders ausgeliehen. © gumzmedia
Nouri verließ die Hanseaten für den KFC Uerdingen, wo er drei Jahre in der Regionalliga Nord kickte.
Nouri verließ die Hanseaten für den KFC Uerdingen, wo er drei Jahre in der Regionalliga Nord kickte. © imago
Anschließend wechselte er zum VfL Osnabrück. 2007 schaffte er mit dem Club den Aufstieg in die Zweite Liga und erzielte in insgesamt 93 Pflichtspielen neun Treffer für den VfL.
Anschließend wechselte er zum VfL Osnabrück. 2007 schaffte er mit dem Club den Aufstieg in die Zweite Liga und erzielte in insgesamt 93 Pflichtspielen neun Treffer für den VfL. © imago
Nach vier Jahren in Osnabrück zog es Nouri zu Holstein Kiel, wo er zwei weitere Spielzeiten verbrachte.
Nach vier Jahren in Osnabrück zog es Nouri zu Holstein Kiel, wo er zwei weitere Spielzeiten verbrachte. © imago
2010 wechselte der gebürtige Buxtehuder zum VfB Oldenburg, wo er 2012 seine Karriere als aktiver Spieler beendete und seine Laufbahn als Trainer startete.
2010 wechselte der gebürtige Buxtehuder zum VfB Oldenburg, wo er 2012 seine Karriere als aktiver Spieler beendete und seine Laufbahn als Trainer startete. © imago
Zur Saison 2014/15 kehrte Nouri nach Bremen zurück. Zunächst war er Co-Trainer der U23, dann wurde er befördert und übernahm als Cheftrainer die volle Verantwortung.
Zur Saison 2014/15 kehrte Nouri nach Bremen zurück. Zunächst war er Co-Trainer der U23, dann wurde er befördert und übernahm als Cheftrainer die volle Verantwortung. © gumzmedia
Noch in der gleichen Spielzeit führte Nouri Werders Reservemannschaft in die Dritte Liga. Von seinen Spielern wurde er dafür gefeiert.
Noch in der gleichen Spielzeit führte Nouri Werders Reservemannschaft in die Dritte Liga. Von seinen Spielern wurde er dafür gefeiert. © gumzmedia
Sein Aufstieg als Trainer ging weiter: Nach dem dritten Spieltag der Saison 2016/2017 wurde bei den Profis Viktor Skripnik als Coach entlassen. Nouri übernahm zunächst als Interimstrainer.
Sein Aufstieg als Trainer ging weiter: Nach dem dritten Spieltag der Saison 2016/2017 wurde bei den Profis Viktor Skripnik als Coach entlassen. Nouri übernahm zunächst als Interimstrainer. © gumzmedia
Der emotionale Nouri baute nicht nur Strukturen um, sondern brachte zunächst auch neue Leidenschaft in die Mannschaft von der Weser.
Der emotionale Nouri baute nicht nur Strukturen um, sondern brachte zunächst auch neue Leidenschaft in die Mannschaft von der Weser. © gumzmedia
Die Belohnung: Anfang Oktober wurde der 37-Jährige zum Cheftrainer befördert. Als Co-Trainer standen ihm Florian Bruns und Markus Feldhoff zur Seite.
Die Belohnung: Anfang Oktober wurde der 37-Jährige zum Cheftrainer befördert. Als Co-Trainer standen ihm Florian Bruns und Markus Feldhoff zur Seite. © gumzmedia
Die Zeiten blieben aber schwierig. Werder verlor die ersten vier Spiele nach dem Jahreswechsel und stürzte erneut auf den Relegationsplatz. Nouris Job stand stand arg auf der Kippe.
Die Zeiten blieben aber schwierig. Werder verlor die ersten vier Spiele nach dem Jahreswechsel und stürzte erneut auf den Relegationsplatz. Nouris Job stand stand arg auf der Kippe. © gumzmedia
Doch dann starteten die Bremer eine nicht für möglich gehaltene Erfolgsserie. Zwischen Mitte Februar und Anfang Mai 2017 blieb Werder in elf Spielen in Folge ungeschlagen, gewann neun davon - und ging voll auf Kurs Europa League. Nouri saß plötzlich ganz fest im Sattel.
Doch dann starteten die Bremer eine nicht für möglich gehaltene Erfolgsserie. Zwischen Mitte Februar und Anfang Mai 2017 blieb Werder in elf Spielen in Folge ungeschlagen, gewann neun davon - und ging voll auf Kurs Europa League. Nouri saß plötzlich ganz fest im Sattel. © gumzmedia
Der Werder-Trainer hatte auch mehrfach das Bedürfnis, sich in der Öffentlichkeit politisch zu positionieren. Nouri zeigte US-Präsident Donald Trump für ein verhängtes Einreiseverbot die „Rote Karte“. Und sagte bei einer Pressekonferenz: „Ich habe nichts gegen das Wort Europa - ich bin ja nicht die AfD.“
Der Werder-Trainer hatte auch mehrfach das Bedürfnis, sich in der Öffentlichkeit politisch zu positionieren. Nouri zeigte US-Präsident Donald Trump für ein verhängtes Einreiseverbot die „Rote Karte“. Und sagte bei einer Pressekonferenz: „Ich habe nichts gegen das Wort Europa - ich bin ja nicht die AfD.“ © gumzmedia
Am Ende der Spielzeit 2016/17 verpasste Werder die Europa League aber knapp als Tabellen-Achter.
Am Ende der Spielzeit 2016/17 verpasste Werder die Europa League aber knapp als Tabellen-Achter. © gumzmedia
In der Folgesaison konnte Werder in den ersten zehn Pflichtspielen keinen Sieg einfahren. Die Folge: Trainer Nouri wurde am 30. Oktober 2017 vom Verein freigestellt. 
In der Folgesaison konnte Werder in den ersten zehn Pflichtspielen keinen Sieg einfahren. Die Folge: Trainer Nouri wurde am 30. Oktober 2017 vom Verein freigestellt.  © gumzmedia
Von Ende September bis Ende November 2018 - länger ging das Engagement von Alexander Nouri als Trainer beim Zweitligisten FC Ingolstadt nicht. Seine Bilanz: drei Punkte aus acht Spielen, kein Sieg.
Von Ende September bis Ende November 2018 - länger ging das Engagement von Alexander Nouri als Trainer beim Zweitligisten FC Ingolstadt nicht. Seine Bilanz: drei Punkte aus acht Spielen, kein Sieg. © imago

Quelle: DeichStube

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