Der neue Kapitän kokettiert mit einem baldigen Wechsel – und Werder lässt ihn gewähren

Mächtiger Mertesacker

Wie lange tanzt Per Mertesacker noch in Bremen?

Bremen - Das gute alte Gänseblümchenspiel bleibt bei Werder in Mode: Erst wurde für Sokratis gezupft, dann für Aleksandar Ignjovski – und nun ist Per Mertesacker an der Reihe. Wechselt er oder wechselt er nicht?

Der Innenverteidiger hat sein Gänseblümchen nach dem Sieg gegen Kaiserslautern sogar selbst gepflückt – und das ausgerechnet am ersten Tag als Werder-Kapitän. In gleich mehreren Interviews kokettierte der 26-Jährige mit einem Wechsel noch in diesem Monat.

Ein offizielles Angebot liegt für Mertesacker (Vertrag bis 2012) zwar noch nicht vor, aber angeblich soll der Nationalspieler mit einem Club schon sehr weit sein und spätestens zur nächsten Saison dorthingehen – dann sogar ablösefrei. Der FC Arsenal gilt dabei als heißester Kandidat.

„Was mit meiner Person bis zum Ende der Transferperiode passiert, kann ich im Moment nicht sagen“, meinte Mertesacker und scherzte gegenüber den Journalisten: „Ich stehe doch noch vor euch.“ Aber wie lange noch? Der Abwehrspieler machte klar, dass ihm die aktuelle Situation bei seinem Club – unabhängig vom Auftaktsieg – nicht wirklich gefällt: „Der sportliche Erfolg geht für mich über alles. Früher wusste man, dass Werder unter die ersten Sechs kommt. Jetzt sind andere Zeiten. Es muss überall gespart werden. Das ist ein schwieriges Thema.“ Mertesacker will zurück in die Champions League – und offenbar nicht nur das: „Für Nationalspieler ist es sicherlich eine gute Sache, auch mal im Ausland Erfahrung zu sammeln.“ Das ist nicht neu, von einem Engagement in England schwärmt Mertesacker schon seit Jahren.

Unglücklich ist allerdings der Zeitpunkt seiner offenen Worte. Werder hatte gerade den so ersehnten Auftaktsieg gelandet und Trainer Thomas Schaaf den „Langen“ kurz zuvor zum neuen Kapitän ernannt. „Ich bin stolz, dass ich Werder Bremen anführen darf“, sagte Mertesacker zwar ganz gerührt, aber ließ eben nicht das klare Bekenntnis zum Club folgen. Ein frisch gebackener Kapitän kann sich das eigentlich nicht leisten, Mertesacker schon. Der Innenverteidiger ist zu wertvoll – auf dem Platz und als Einnahmequelle. Also muss er gestärkt und darf schon gar nicht kritisiert werden. Werder-Boss Klaus Allofs, der Mertesacker aus finanzielen Gründen frühestens im Winter eine vorzeitige Vertragsverlängerung anbieten kann, reagierte ganz gelassen: „Wir können kein klares Bekenntnis abgeben, warum sollte Per das dann machen. Im Fußball zu sagen, das ist zu 100 Prozent so oder so, das ist ganz schwer.“ · kni

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