Viel Lob für Ignjovski: „Er ist der Typ, den wir in dieser Situation brauchen“

Der lustige Kämpfer ist so wertvoll wie noch nie

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Artistisch – Aleksandar Ignjovski gibt immer alles, um seinem Team zu helfen. ·

Bremen - Wer in diesen Tagen bei den Werder-Verantwortlichen oder den Profis ein Strahlen im Gesicht sehen will, der muss nur folgenden Namen sagen: Iggy! In der sportlichen Krise ist der kleine Aleksandar Ignjovski (1,75 Meter) der große Lichtblick.

„Er ist der Typ, den wir in dieser Situation brauchen“, sagt Teamkollege Nils Petersen voller Hochachtung – und Eljero Elia schwärmt: „Iggy ist ein Kämpfer.“ Aber nicht nur das macht Ignjovski so beliebt, der 22-Jährige spielt auch außerhalb des Platzes eine ganz wichtige Rolle – eine ziemlich unterhaltsame.

„Wir haben jeden Tag Spaß mit ihm“, berichtet Elia und zückt verzückt sein Smartphone. Der Holländer zeigt, was Ignjovski mal wieder Lustiges getwittert hat. Ein speziell zusammengeschnittenes Filmchen mit einem Torjubel von Petersen, dem gleich Unangenehmes wiederfahren wird. Ignjovski greift ihm beim Aufstehen nach der gemeinsamen Torfeier dahin, wo es einem Mann am meisten weh tut. „Entschuldigung Nils, es war keine Absicht“, verkündet Ignjovski via Twitter – und nicht nur seine Bremer Kollegen finden das ziemlich lustig. Selbst Markus Rosenberg, der seit Sommer in der Premier League für West Bromwich Albion stürmt, meldet sich amüsiert aus England zu Wort. „Iggy – und mit dir habe ich mir bei Werder das Zimmer geteilt . . .“

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Ignjovski macht Spaß. „Er verbreitet in der Kabine immer gute Laune“, sagt Petersen, „aber auf dem Platz zählt für ihn nur Ehrgeiz und Disziplin.“ Das ist das Entscheidende, denn ein Spaßvogel darf nur so lange zwitschern, so lange die Leistung auf dem Rasen stimmt. Und da gibt es auch vom Chef ein großes Lob. „Er ist ein sehr wertvoller Spieler für uns, einer, der sich sehr intensiv mit seinen Aufgaben identifiziert – egal auf welcher Position“, sagt Trainer Thomas Schaaf und fügt noch an: „Es ist sein großes Plus, dass er nicht groß überlegt, sondern einfach die Situation annimmt und daraus das Beste macht. Zuletzt hat er das hervorragend umgesetzt. Neuerdings schießt er sogar Tore.“ Der so wichtige Ausgleich vor einer Woche in Mönchengladbach war Ignjovskis erster Bundesliga-Treffer im 39. Spiel.

Seit August 2011 ist der serbische Nationalspieler (zehn Einsätze) bei Werder. Einen Stammplatz hatte er eigentlich noch nie, weil es so etwas für ihn auch gar nicht gibt. Ignjovski ist in Bremen zum Allrounder geworden, der auf den Außenpositionen verteidigen kann, aber gerne auch als Wadenbeißer im Mittelfeld eingesetzt wird. „Er ist vielleicht nicht dieser Filigrantechniker, aber auf ihn können wir uns immer verlassen, er bügelt unsere Fehler aus“, erklärt Petersen und ist mit seiner Lobeshymne längst noch nicht am Ende: „Selbst, wenn es schlecht läuft, schmeißt er sich voll rein, das brauchen wir, das brauchen die Zuschauer, da springt der Funke über. Iggy reißt einfach alle mit. Von ihm können wir uns alle eine Scheibe abschneiden, er ist ein Vorbild.“

Übrigens auch als Bankdrücker. In der Hinrunde durfte sich Ignjovski elf Spiele lang nur warmmachen, um dann doch einsatzlos wieder in die Kabine zu gehen. Gemault hat er deshalb nie, sondern weiter Vollgas gegeben. Die Belohnung folgte am 13. Spieltag mit der Einwechslung in Wolfsburg (1:1). Seitdem war der Defensivspezialist, bis auf einmal am 17. Spieltag gegen Nürnberg, stets dabei – in den letzten sieben Partien sogar über die volle Spielzeit.

Heute wird der 22-Jährige wieder in der Startelf stehen – und ganz wichtig sein. Denn das Heimspiel gegen Fürth ist Abstiegskampf, also wie gemacht für einen wie Aleksandar Ignjovski. · kni

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