Lukimya besser als ein Torwart

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Die Werder-Profis Franco Di Santo, Sebastian Prödl und Raphael Wolf konnten noch so sehr auf Thorsten Kinhöfer einreden, der Unparteiische blieb kurz vor der Pause bei seiner Elfmeter-Entscheidung. ·

Bremen - Es war der Aufreger in der ersten Hälfte – und das Thema in der Halbzeit der Partie zwischen Werder und Stuttgart: der Handelfmeter kurz vor der Pause. Werder-Verteidiger Assani Lukimya hatte den Ball bei einer Rettungsaktion an den Arm geschossen bekommen. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer zeigte nach kurzer Bedenkzeit auf den Punkt – zu Unrecht?

„Für mich war es kein Elfmeter“, meinte Lukimya und zeigte sich überrascht, dass sich Kinhöfer mit dem Elfmeterpfiff so viel Zeit gelassen hatte: „Das Spiel lief doch weiter.“ Die erste Vermutung, Kinhöfer habe die Szene nicht wahrgenommen und ein Signal vom Assistenten erhalten, bewahrheitete sich nicht. Nach dem Spiel hieß es, der Unparteiische sei sich unsicher gewesen und habe deshalb erst mit Verzögerung auf Strafstoß und Gelb für den Bremer entschieden.

Unterstützung erhielt Lukimya von seinem Teamkollegen Raphael Wolf. „So gut kann nicht mal ein Torwart reagieren, da kann ,Luki’ doch gar nichts machen“, meinte der Keeper.

In Schiedsrichterkreisen wurde die Szene heftig diskutiert – es überwog dabei die Meinung: kein Elfmeter. Begründung: Der Ball sei aus kurzer Distanz auf Lukimya zugekommen, und der Spieler habe seine Körperfläche nicht vergrößert. Lukimyas Arm befand sich vor dem Bauch.

Bis auf die Verwarnung blieb die Geschichte folgenlos. Denn der Ex-Bremer Martin Harnik feuerte die Kugel an den Außenpfosten. Deshalb hatten sich die Gemüter schnell beruhigt.

Kurios: In Dortmund hatte es am Samstag nach einer ähnlichen Szene keinen Strafstoß gegeben. Dem Gladbacher Filip Daems war der Ball beim Stand von 2:0 für seine Mannschaft an die Hand gesprungen. Für BVB-Coach Jürgen Klopp eigentlich eine klare Sache: „Deniz Aytekin hatte die Pfeife am Mund. Er hat auch gedacht: könnte sein. Dann ist Filip clevererweise liegen geblieben und hat sich im Gesicht behandeln lassen. Dann hat der Schiri gedacht: Der Ball war im Gesicht. Aber wir alle haben gesehen: Er war nicht im Gesicht.“ · kni

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