Dutts Jerez-Bilanz: 

Luca Zander rauscht heran, Mehmet Ekici fällt zurück

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Abstände einhalten! Trainer Robin Dutt erklärt es, Luca Zander (r.) hört genau zu. Der junge Verteidiger hat positiv überrascht.

Jerez - Enger zusammenrücken – das ist immer gut. In der Hinrunde hatte Werders löchrige Abwehr das oft vermissen lassen. Daher drillte Trainer Robin Dutt im Trainingslager akribisch das Einhalten der Abstände. Jetzt freuen ihn die in mehrfacher Hinsicht kleineren Lücken: „Bei Konkurrenten um bestimmte Positionen sind die Abstände enger geworden“, urteilte er gestern vor der Heimreise. Das heizt den Kampf um die Stammplätze an – nicht nur den im Werder-Tor.

Spieler aus „allen Mannschaftsteilen“ dürften sich ihres Stammplatzes nicht mehr so sicher sein, warnte der 48-Jährige. Die Verfolger schließen auf. Beispiele:

Torwart

Spätestens am Dienstag will Dutt seine Nummer eins für die Rückrunde benennen. Sebastian Mielitz oder Raphael Wolf – „die Beteiligten werden es zuerst erfahren“, blockt der Trainer Fragen zu einer Tendenz ab. Entschieden habe er sich noch nicht: „Dafür lasse ich mir noch Zeit über das Wochenende.“ Er spricht von einer „menschlich engen Entscheidung“. „Sportlich sind es aber unterschiedliche Typen mit unterschiedlichen Stärken.“ Gestern Nachmittag im Flieger von Jerez zurück nach Bremen wollte sich der Trainer noch einmal das Spiel vom Donnerstagabend ansehen. In dem agierte Mielitz tadellos, musste aber auch keine Heldentaten leisten.

Abwehr

Ein neuer Mitbewerber um den Platz als Außenverteidiger rauscht über rechts heran: Luca Zander. Der erst 18-Jährige durfte mit nach Spanien, weil sich Clemens Fritz verletzt hatte – und „hat uns angenehm überrascht“, lobt Dutt. Abseits des Platzes ordnete sich der A-Jugendliche unter. „Er gibt uns Älteren sogar die Hand“, grinst Stürmer Nils Petersen. Aber auf dem Rasen arbeitete Zander umso verbissener. Vielleicht ein bisschen viel, denn die letzten Tage musste er angeschlagen pausieren. Dutt hatte ein Einsehen: „Der Sprung aus der U 19 zur U  23 war schon ein großer Sprung für ihn, und hier geht jetzt alles noch schneller mit mehr Training.“ Doch das bringt den Weyher nicht um seinen Lohn: „Wenn er fit ist, wird er mit uns trainieren“, verriet Dutt gestern. Der Titel „Gewinner des Trainingslagers“ geht zweifellos an Zander.

Mittelfeld

Am denkbar schlechtesten lief die Vorbereitung für Mehmet Ekici. Schon am zweiten Tag in Jerez zog er sich eine Mittelfußprellung zu, kehrte erst Mittwoch wieder ins Teamtraining zurück und winkte danach sofort wieder ab. Es ging nicht mehr. „Für ,Memo‘ war es ein schlechtes Trainingslager, sehr ärgerlich für ihn“, sagt der Trainer.

Interessant wird der Kampf um die beiden defensiveren Positionen: Mindestens drei, in Person von Zlatko Junuzovic womöglich gar vier Mann rangeln um eine der zwei „Sechser“-Planstellen, die in den Tests Philipp Barg frede und Cedric Makiadi besetzten. „Jetzt sind aber ,Zladdy‘ und Felix Kroos wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, so dass jede Position doppelt besetzt ist“, verdeutlicht Dutt die Ausmaße des Vierkampfs. Weiter als Junuzovic ist derzeit Kroos. „Nur seine Schnelligkeit ist noch nicht wieder“, sagt Dutt. Doch die holt sich Kroos nun zurück.

Angriff

Auch hier liegen die Konkurrenten dicht beieinander – allerdings in Sachen Harmlosigkeit: Zwei Tests gegen Underdogs, kein Tor. Am auffälligsten agierte Eljero Elia – auch nach hinten. Und diese Defensiv-Mitarbeit scheint der Hauptgrund der Sturmflaute. „Wir haben im Offensivspiel einige neue Sachen einstudiert, die aber noch automatisiert werden müssen“, nennt Dutt den Status Quo. Komplett gerüstet für den Rückrunden-Auftakt am 26. Januar (15.30 Uhr) gegen Braunschweig ist Werder also noch nicht. „Aber wir haben ja noch eine lange Trainingswoche vor uns.“ Diese Aussage des Trainers klingt nach viel Arbeit. · ck

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